Zahl der Krippenplätze im Kinderhaus verdoppelt

Zwei neue Gruppen für Kinder unter drei Jahren

Räume für 20 neue Krippenplätze wurden in der Außenstelle des Kinderhauses Reinhardshof geschaffen. Foto: Stadt Wertheim

Erst im Frühjahr 2019 war die Außenstelle „Kindernest“ des Kinderhauses Reinhardhof mit zwei Krippengruppen ihrer Bestimmung übergeben worden. Jetzt kommt zu den damals bereitgestellten 20 Plätzen für Kinder unter drei Jahren nochmals die gleiche Zahl hinzu. Die neu entstandenen Räume in der John-F.-Kennedy-Straße sind bereits im März fertiggestellt worden. Corona-bedingt fand die offizielle Übergabe am Donnerstag statt. „Es ist richtig gut gelungen“, konstatierte Helmut Wießner, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. „Hier fühlen sich Kinder wohl.“

Auf rund 300 Quadratmetern entstanden nach Baubeginn im vergangenen September zwei neue Räumen für die Krippengruppen, zwei Schlafräume sowie eine kindgerechte Toilette und ein Wickelraum. Dazu kommen ein Esszimmer mit neuer Küche für die Ganztagsbetreuung, Personalzimmer und WC sowie ein Mehrzweckraum für kreative Arbeiten.

Darüber hinaus wurden die Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen an die neuen Anforderungen angepasst. Der an das Gelände des Kinderhauses angrenzende Außenspielbereich soll im September mit dem Bau einer Veranda fertiggestellt werden. Spielgeräte sind auf der Wiese bereits montiert und neuer Rasen eingesät. Insgesamt liegt das Budget für die Arbeiten bei rund 405.000 Euro. Die endgültige Kostenabrechnung stehe aber noch aus, so Helmut Wießner.

Nadine Kremer vom Elternbeirat lobte den Umstand, dass die Mädchen und Jungen im Kinderhaus Reinhardshof und im „Kindernest“ zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten betreut werden können. Beide Häuser bieten Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten und mit Ganztagsplätzen. Die Einrichtungen sind fast ganzjährig geöffnet. „Die Betreuung wird individuell an die Bedürfnisse der Eltern angepasst“, sagte Kremer. „Das ist wirklich schön.“

Helmut Wießner nutzte die Gelegenheit, um der Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher in den 23 Wertheimer Kindetagesstätten „ein deutliches Kompliment“ zu machen – nicht zuletzt auch wegen der Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie. „Hut ab, das ist wirklich heftig gewesen.“ Im Vergleich zu anderen Kommunen sei es Wertheim sehr gut gelungen, die oft kurzfristig gemachten Vorgaben der Landesregierung realitätsnah umzusetzen.

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