Gewerbegebiet wird um zehn Hektar erweitert

Planung für 6. Abschnitt am Reinhardshof geht voran

Für den sechsten Abschnitt des Gewerbegebiets Reinhardshof geht das Bebauungsplanverfahren weiter. Foto: Stadt Wertheim

Mit breiter Mehrheit hatte der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt in seiner als Videokonferenz gehaltenen Sitzung dem Gemeinderat empfohlen, den nächsten Schritt zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Industriegebiet (GI) Reinhardshof, 6. Abschnitt“ in die Wege zu leiten. Dazu gehört der Auftrag an die Verwaltung, die entsprechenden Unterlagen zu überarbeiten und die Öffentlichkeit sowie die Träger öffentlicher Belange förmlich an dem Bauleitplanverfahren zu beteiligen. In der gestrigen Sitzung folgte der Gemeinderat der Empfehlung ohne Diskussion einstimmig.

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez erinnerte in der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt einleitend daran, dass der Gemeinderat im Oktober ohne Gegenstimme über die weitere Entwicklung des Gewerbegebiets Reinhardshof entschieden hatte. Dabei wurde festgelegt, durch entsprechende Flächennutzungsplanänderung ein rund 20 Hektar großes Areal als „Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Weiterentwicklung von Boden, Natur und Landschaft“ darzustellen. Für den sechsten und siebten Abschnitt solle das bereits laufende Bebauungsplanverfahren zur Ausweisung als Gewerbegebiet weitergeführt werden.

Der sechste Abschnitt steht nun auf der Tagesordnung. Er umfasst insgesamt circa 10,4 Hektar. Davon sind noch rund drei Hektar frei verfügbar, für die übrige Fläche haben sich angrenzende Wertheimer Unternehmen bereits Kaufoptionen gesichert.

Der Leiter des Referats Stadtplanung, Umweltschutz, Thomas Müller, rekapitulierte den Stand des Verfahrens, zu dem bislang vor allem die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit gehörte. Auf der Grundlage der eingegangenen Stellungnahmen waren die Unterlagen in einigen Punkten geändert und ergänzt worden. So wird etwa festgehalten, dass die noch frei verfügbare Fläche auch ohne den Bau einer Straße zur direkten Anbindung des Gewerbegebietes an die Landesstraße 508 erschlossen werden kann. Dazu soll die Karl-Carstens-Straße in südlicher Richtung bis zum Lärmschutzwall verlängert werden. Flächen, für die benachbarte Unternehmen bereits über Kaufoptionen verfügen, können über den Weg der inneren Erschließung von diesen Firmen aus erreicht werden.

Diskutiert wurde in der Sitzung über die Notwendigkeit der in der jetzigen Planung noch vorhandenen Erschließungsstraße zur L 508. Es gebe erst seit kurzem neue Parameter, anhand derer man sich im Frühjahr kommenden Jahres mit der Angelegenheit befassen werde, kündigte der OB an.

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