Zuversicht nach erstem "Runden Tisch Reinhardshof"

Fortschritte bei Suche nach einem Kompromiss

Lösungsideen für die Entwicklung des Gewerbegebiets Reinhardshof diskutierten die Teilnehmer des „Runden Tisches“ in Kleingruppen. Foto: Stadt Wertheim

Der „Runde Tisch“ zur weiteren Entwicklung des Gewerbegebiets Reinhardshof ist am Donnerstag zu einem ersten Treffen im Arkadensaal zusammengekommen. Vier Stunden lang befassten sich die Teilnehmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit wechselnder Methodik mit dem Thema. Am Ende herrschte breite Zuversicht, dass man einer Lösung nähergekommen ist. Das nächste Treffen wird in etwa drei Wochen sein. Wie wichtig diese erste Etappe war, fasst das abschließende, mit Beifall quittierte Statement eines Teilnehmers zusammen: „Ich freue mich über das gute Klima und die vernünftigen Gespräche. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht vorstellen können.“

Moderator Wolfram Dreier machte die Ziele des „Runden Tisches“ klar. Foto: Stadt Wertheim

Der Gemeinderat hatte die Einberufung des „Runden Tisches“ im Februar auf Vorschlag von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez beschlossen. Er soll Transparenz schaffen, einen Austausch der verschiedenen Interessen ermöglichen und Lösungsoptionen erarbeiten, auf deren Grundlage dann der Gemeinderat über die Zukunft des Gewerbegebiets entscheidet. „Wir wollen einen Kompromiss finden, der möglichst breit getragen wird und allen bald Planungssicherheit gibt“, verdeutlichte OB Herrera Torrez am Donnerstag in seiner Begrüßung.

Eingeladen zum „Runden Tisch“ waren Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, der Naturschutzverbände, der Umweltschutzbehörde des Landratsamtes, der Gemeinderatsfraktionen, der Stadtteilbeiräte Wartberg, Reinhardshof und Vockenrot sowie der Verwaltung. Insgesamt umfasst die Runde etwa 35 Personen. Mit der Moderation hat die Verwaltung Wolfram Dreier vom Steinbeis-Transferzentrum beauftragt, der bereits das erfolgreiche Mediationsverfahren zwischen Bauverwaltung und der Nabu-Ortsgruppe Wertheim begleitet hat.

Der „Markt der Interessen“ visualisierte die unterschiedlichen Blickwinkel der Teilnehmer. Foto: Stadt Wertheim

Die Veranstaltung begann mit fachlichem Input. In Kurzreferaten stellten Fachleute den aktuellen Planungsstand zum Gewerbegebiet dar, erläuterten die Aspekte des Umwelt- und Artenschutzes und informierten über die Anforderungen der heimischen Wirtschaft. Anschließend waren die Teilnehmer des „Runden Tisches“ zur aktiven Mitarbeit eingeladen. Sie sollten ihre unterschiedlichen Interessen formulieren. Moderator Wolfram Dreier ordnete die Antworten drei Schwerpunkten zu: Wirtschaft, Natur- und Artenschutz sowie Naherholung. Die Visualisierung dieser Abfrage schuf einen für alle sichtbaren „Marktplatz der Interessen“, auf dem sich jeder Teilnehmer eingehend über die gesammelten Interessen informieren konnte.

Dann widmete man sich in Kleingruppen der Aufgabe, Lösungsideen zu entwickeln, wie es im Reinhardshof weitergehen soll. Die Gruppen wurden bewusst mit Vertretern unterschiedlicher Sichtweisen und Interessen zusammengesetzt. So entwickelte sich an den Tischen rasch eine engagierte, aber immer sachliche Diskussion. Die Ergebnisse wurden dokumentiert und dann dem Plenum vorgestellt.

Rund 35 Vertreter unterschiedlicher Interessensgruppen bildeten den „Runden Tisch Reinhardshof“ bei seinem ersten Treffen im Arkadensaal. Foto: Stadt Wertheim

Hier wurde deutlich, dass ein Konsens möglich sein könnte. Denn die sechs in Kleingruppen erarbeiteten Lösungsvorschläge wiesen in Teilen Schnittmengen auf. Gleichzeitig wurde aber auch eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die es nun zu prüfen gilt. So soll zum Beispiel kurzfristig eine Expertengruppe zur Bewertung der ökologischen Bedeutung einzelner Flächenabschnitte eingesetzt werden. Die Ergebnisse will man bis zum nächsten Treffen des „Runden Tisches“ in etwa drei Wochen vorlegen.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, fasste Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez seine Eindrücke am Ende zusammen. Die Teilnehmer des „Runden Tisches“ teilten diese Einschätzung. Sie waren zum Abschluss gebeten, sich auf einer Skala von 0 (aussichtlos) bis 10 (optimistisch) zu positionieren und damit die Chancen auf eine Lösung zu bewerten. So endete der erste „Runde Tisch“ mit einer zuversichtlichen Bewertung in der positiven Skalenhälfte.

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