Bewerberlisten für Kommunalwahl stehen fest

113 Kandidaten für Gemeinderat, 95 für Ortschaftsräte

Nichts zu beanstanden: Für den Gemeindewahlausschuss war die Zulassung der Vorschläge für die Kommunalwahl reine Formsache. Foto: Stadt Wertheim

Die Frist zur Einreichung von Vorschlägen für die Kommunalwahl am 26. Mai ist am Donnerstag letzter Woche abgelaufen. Nach Prüfung der Unterlagen durch die Verwaltung kam nun am Mittwoch der Gemeindewahlausschuss zusammen, der für die Gemeinderats- und Ortschaftswahlen zuständig ist. Vorsitzender Helmut Wießner verkündete gleich zu Beginn: „Es gab keine Beanstandungen. Alle Unterlagen lagen frist- und formgerecht vor.“ Somit war auch die Zulassung der Wahlvorschläge durch den Gemeindewahlausschuss reine Formsache.

Der neue Gemeinderat wird 22 Mitglieder haben, vier weniger als das bisherige Gremium. Die Reduzierung der Sitze hatte der Gemeinderat im Februar 2017 mehrheitlich beschlossen. Um die 22 Mandate bewerben sich 113 Personen auf sechs Listen.

Die Reihenfolge der Parteien und Gruppierungen auf den Stimmzetteln wird sich nach der Stimmenzahl richten, die bei der letzten Kommunalwahl 2014 erreicht wurde, informierte Helmut Wießner. Bei der Wahl zum Gemeinderat steht also an erster Stelle die CDU, gefolgt von SPD, Freien Bürgern, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Auf Platz sechs folgt die neue, erstmals antretende Bürgerliste Wertheim (BLW).

Um die 22 Mandate des neuen Gemeinderats bewerben sich 113 Personen auf sechs Listen. Foto: Stadt Wertheim

Mit Ausnahme der FDP – sie tritt mit vier Kandidaten an – ist es allen Parteien und Gruppierungen gelungen, ihre Listen mit der maximalen Zahl von 22 Bewerbern zu füllen. Auf dem Wahlvorschlag von Bündnis 90/Die Grünen musste eine Bewerberin aus formalen Gründen wieder gestrichen werden. Unter den insgesamt 113 Bewerbern um einen Sitz im Gemeinderat sind 39 Frauen, das entspricht einem Anteil von 35 Prozent, ein Anstieg um fünf Prozent im Vergleich zu 2014. Die Altersspanne der Bewerber reicht von dem 21-jährigen Julian Brode (Grüne) bis zum 75-jährigen Herbert Alexander Gebhart (BLW).

In den 15 Wertheimer Ortschaften sind insgesamt 62 Ortschaftsräte zu wählen. In Nassig und Reicholzheim setzt sich das Gremium aus jeweils fünf Mitgliedern zusammen, in allen weiteren Ortschaften bilden vier Personen den Ortschaftsrat. Mit Ausnahme von Dietenhan wurden aus allen Wertheimer Ortschaften Wahlvorschläge eingereicht. Insgesamt liegen 18 Wahlvorschläge vor: für Bettingen, Grünenwört, Nassig und Sachsenhausen jeweils zwei, für die weiteren zehn Ortschaften jeweils einer. Insgesamt treten in den Ortschaften 95 Bewerber an. Der Frauenanteil liegt mit 20 Kandidatinnen bei etwa 21 Prozent. Der jüngste Bewerber ist 18 Jahre alt, der älteste 74.

Einstimmig billigte der Wahlausschuss, dass die Gemeinderatswahl in fünf großen Wahlbezirken mit EDV-Unterstützung ausgezählt wird. Das betrifft den Bezirk rechts der Tauber, die Ortschaften Nassig und Reicholzheim sowie die beiden Briefwahlbezirke. Außerdem beschloss der Ausschuss, dass die Auszählung am Abend des 26. Mai unterbrochen und am nächsten Tag fortgeführt wird. An einem Abend ist das „Wahlpaket“ nicht zu stemmen, denn zunächst muss die Europa-, dann die Kreistagswahl und anschließend die Gemeinderats- und die Ortschaftswahlen ausgezählt werden.

Nächste Etappe bei der Vorbereitung der Kommunalwahlen ist die Veröffentlichung aller Wahlvorschläge in einer amtlichen Bekanntmachung. Sie ist – gemeinsam mit den vom Landkreis verantworteten Kreistagslisten – für den 18. April vorgesehen. Die Wahlbenachrichtigungen wird die Stadtverwaltung ab dem 26. April verschicken. Damit können die Wahlberechtigten dann auch Briefwahl beantragen. Der Versand der Stimmzettel erfolgt zwei bis drei Wochen vor dem Wahltermin, so dass ausreichend Zeit für die persönliche Wahlentscheidung bleibt.

Das bedeutet also auch in den nächsten Wochen viel Arbeit für die Mitglieder des Gemeindewahlausschusses. Ihm gehören folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung an: Vorsitzender Helmut Wießner, Charlotte Friedel, Melissa Neuberger, Elfriede Hobler, Pauline Hermann und Sven Hartmann.

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