Werkschau des Künstlers Fritz Ascher

Rund 70 Gemälde und Grafiken im Schlösschen

Fritz Ascher: Portrait Max Liebermann, ca.1910, Privatsammlung. Foto: Malcolm Varon New York © Bianca Stock

Das Museum „Schlösschen im Hofgarten“ präsentiert in Kooperation mit der „Fritz Ascher Society“, New York, weltweit erstmalig eine Werkschau des Berliner Expressionisten Fritz Ascher (1893–1970). Zu sehen ist sie ab Sonntag, 13. Mai. Die Ausstellung kommt anlässlich des 125. Geburtstages von Fritz Ascher zustande. Sie gibt mit einer repräsentativen Auswahl von rund 70 Gemälden und Grafiken einen Einblick in das vielfältige Schaffen des Malers: von frühen spielerischen Studienzeichnungen über monumentale Figurenkompositionen der Weimarer Zeit bis zu kraftvollen Landschaftsbildern der Jahre nach 1945. Die Ausstellung im Hofgartenschlösschen wird bis 9. September zu sehen sein.

Fritz Ascher: Männerbildnis in Rot, ca.1915, Privatsammlung. Foto: Malcolm Varon New York © Bianca Stock

Fritz Ascher, der ehemals verfemte und fast vergessene Künstler, wurde von den Nationalsozialisten verfolgt. Sein frühes Werk ist durch den zweiten Weltkrieg in Teilen zerstört worden. Die Werkschau wurde im Herbst 2016 im Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück eröffnet und war 2017 in den Kunstsammlungen Chemnitz im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin, und im Potsdam Museum - Museum für Kunst und Geschichte zu sehen. In diesem Herbst wird sie im Kallmann-Museum in Ismaning gezeigt, bevor sie in die Vereinigten Staaten reist.

In Wertheim werden erstmalig Arbeiten von Aschers Lehrern Max Liebermann, Lovis Corinth, Ludwig Dettmann und Kurt Agthe gezeigt. Die Retrospektive steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters MdB.

Der 292 Seiten umfassende deutsch/englische Ausstellungskatalog ist im Wienand Verlag erschienen, mit ca. 200 Abbildungen und wissenschaftlichen Beiträgen von Jörn Barfod, Eckhart Gillen, Wiebke Hölzer, Ingrid Mössinger, Ori Z. Soltes und Rachel Stern.

Fritz Ascher: Golgatha, 1915, Privatsammlung. Foto: Malcolm Varon New York © Bianca Stock

Die Fritz Ascher Society for Persecuted, Ostracized and Banned Art, Inc. entdeckt Künstler wieder, deren Karrieren von der Nazi-Gewaltherrschaft unterbrochen oder zerstört wurden, und die selbst verfolgt, geächtet und verbannt wurden. Durch internationale Ausstellungskollaborationen, Forschungsinitiativen und Veröffentlichungen stellt sie die Arbeiten dieser Künstler einer internationalen Öffentlichkeit vor.

Geöffnet hat das Schlösschen im Hofgarten von 1. Mai bis 31. Oktober, Dienstag bis Samstag, 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Hofgartenschlösschen, E-Mail: museum-schloesschen@wertheim-main.de, Telefon 09342/301-511.

(created on 04. May 2018)

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Wertheim
Telefon 09342 / 301-0
Telefax 09342 / 301-500
E-Mail-Kontakt