"Die Suche nach dem wahren Licht"

Neue Sonderausstellung im Schlösschen

Die Wertheimer Burg von Osten, Gemälde von Emil Theodor Richter, 1850. Foto: Georg Pracher

In der dunklen Jahreshälfte können Kunstinteressierte im Museum „Schlösschen im Hofgarten auf „Die Suche nach dem wahren Licht“ gehen. So heißt die neue Sonderausstellung mit Werken von über 40 Künstlern des 19. Jahrhunderts. Der Bogen spannt sich von der Malerei des frühen Realismus über die Freilichtmalerei bis hin zum Deutschen Impressionismus.Die Ausstellung ist vom 12. November bis 2. April zu sehen.

Das Phänomen Licht nimmt bei den Malern des 19. Jahrhunderts eine ganz neue Dimension an. Zu Beginn des Jahrhunderts wurde noch mit „Atelierlicht“ gearbeitet. Diese Arbeitsweise galt auch für die in Italien aufgenommen Veduten. 1840 wandten sich die Künstler in Frankreich einer neuen Licht- und Farbperspektive zu: der „Pleinairmalerei“ und damit dem natürlichen Licht. In der Zeit nach 1850 fand auch in Deutschland die Freilichtmalerei langsame Beachtung bei den Künstlern.
 
Auch Kleinstädte wie Wertheim waren beliebtes Ziel bei den Malern, die die Idylle suchten. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts finden Einflüsse aus der französischen Malerei Eingang in die deutsche Kunst und münden bis etwa 1910 in den deutschen Impressionismus der Künstler um Max Liebermann.
 
Die Ausstellung umfasst etwa 70 Gemälde verschiedener Bildgattungen aus Privatbesitz mit Ansichten aus Deutschland, Italien und Frankreich. Sie ist in vier Themengruppen gegliedert. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Vorträgen und Führungen sowie ein 80 seitiges Begleitheft.

Im Winterhalbjahr ist das Museum „Schlösschen im Hofgarten“ an den Wochenenden geöffnet: Freitag und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 12 bis 18 Uhr.

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