Informationen zum Ausbau der A3

Schautafel informiert über Ausbau der A 3

Bei einem länderübergreifenden Treffen am 15. Mai an der Autobahnbaustelle bei Wertheim informierten Regierungspräsident Johannes Schmalzl und der Präsident der Autobahndirektion Nordbayern, Reinhard Pirner, gemeinsam über die Entwicklung des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A 3.
Im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Stein und weiteren Vertretern der Stadt Wertheim stellten sie dabei die neue Informationstafel an der Brücke „Dertinger Weg“ vor. „Spätestens 2017 sind die regelmäßigen Staus auf der A 3 bei Wertheim Geschichte“, so Schmalzl.

Gut dreiviertel der rund 8,5 Kilometer langen Ausbaustrecke liegen in Baden-Württemberg, der Rest in Bayern. Finanziert wird die knapp 75 Millionen teure Maßnahme vom Bund. „Dieses Projekt zeigt die gute länderübergreifende Zusammenarbeit unserer Verwaltungen“, betonte Regierungspräsident Schmalzl.
„Wir freuen uns über jeden, der sich an der neuen Schautafel über das Projekt informieren möchte“, ergänzte Reinhard Pirner. Zudem biete die örtliche Bauleitung regelmäßig die Möglichkeit, sich im Baubüro über das Straßenbauprojekt zu informieren.
Die Informationstafel steht bei der Brücke „Dertinger Weg“, an der am 1. Oktober 2014 der Spatenstich stattgefunden hat. Der Neubau dieser Brücke kann schon im Sommer dem Verkehr übergeben werden. Damit sind die beidseits der Autobahn gelegenen Gewerbegebiete wieder direkt verbunden. Das bringt erste Entlastungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer.

Informationen zum Bauverlauf

Seit Herbst 2014 läuft der sechsstreifige Ausbau der A 3 von der Landesgrenze an der Mainbrücke Bettingen bis westlich Helmstadt. Ab Dertingen erhalten die sechs Fahrstreifen eine Zusatzfahrspur in Fahrtrichtung Nürnberg.
 
Der Bauabschnitt setzt sich zusammen aus dem 6,5 Kilometer langen Teilstück, das durch Baden-Württemberg verläuft, und einer östlich angrenzenden 2 Kilometer langen Strecke in Bayern Richtung Helmstadt. Die Autobahndirektion Nordbayern ist auch für Planung und Bau des baden-württembergischen Abschnitts zuständig.
 
Die Vorarbeiten zum Autobahnausbau starteten mit dem Abholzen der Trasse und dem Bau der Überführung Dertinger Weg. Bis Ende 2014 wurden außerdem zwei Bachunterführungen im Bereich der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt erstellt, der Standstreifen ertüchtigt und Versorgungsleitungen verlegt.
 
Anfang April wurde die Verkehrsführung so geändert, dass das Baufeld für die weiteren Arbeiten verkehrsfrei ist. In der Baustellenverkehrsführung rollt der Verkehr mit zwei Fahrstreifen je Richtung auf einer Fahrbahn, während die Gegenrichtung für die Bauarbeiten verkehrsfrei ist.
 
Ebenfalls im April hat man mit dem Abbruch der Unterführungsbauwerke begonnen. Zunächst war eine Brückenhälfte an der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt an der Reihe; dazu musste die Landesstraße 2310 voll gesperrt werden. Sukzessive müssen auch alle weiteren unterführten Straßen und Wege im Ausbauabschnitt unterbrochen werden. Das betrifft die Gemeindeverbindungsstraße Dertingen-Lindelbach, einen Feldweg südlich von Dertingen, die Kreisstraße Wüstenzell-Holzkirchhausen und die Gemeindeverbindungsstraße Holzkirchen-Holzkirchhausen. Diese Unterführungsbauwerke sind zu eng, um als Durchfahrmöglichkeit bestehen zu bleiben.
 
Parallel zu diesen Bauwerksabbrüchen haben auf der Autobahn die Rückbauarbeiten an der alten Fahrbahn begonnen. Die erste Hauptbauphase dauert bis Dezember 2015, die zweite Hauptbauphase schließt sich dann analog für die Gegenfahrtrichtung 2016 an. Abgeschlossen wird der Autobahnausbau mit der neuen Fahrbahndecke bis Mitte 2017.

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