Stadt ist stolz auf ihren aktiven Seniorenbeirat

Lob vom Bürgermeister bei der Mitgliederversammlung

In engem Austausch stehen Stadtverwaltung und Seniorenbeirat (von rechts): Vorsitzender Jürgen Küchler, Bürgermeister Wolfgang Stein und die Vorstandsmitglieder Walter Ruf und Anette Dietrich-Wenzel. Foto: Stadt Wertheim.

„Wir sind stolz auf unseren aktiven Seniorenbeirat.“ Mit diesen Worten lobte Bürgermeister Wolfgang Stein den Vorstand der Interessensvertretung für ältere Menschen, die vor fünf Jahren auf Beschluss des Gemeinderats gegründet wurde. Anlass war die jährliche Mitgliederversammlung. Vorsitzender Jürgen Küchler gab im Arkadensaal einen ausführlichen Bericht über die Aktivitäten des Seniorenbeirats und die aktuellen Themen. Großes Interesse fand auch die anschließende Vorstellung des Pflegestützpunkts Main-Tauber-Kreis.

Zur Bedeutung des Seniorenbeirats führte Bürgermeister Stein in seinem Grußwort aus: „Ältere Menschen haben einen anderen Blickwinkel und andere Bedürfnisse als Jüngere. Der Seniorenbeirat unterstützt Verwaltung und Gemeinderat dabei, dies in Planungen und Entscheidungen einfließen zu lassen.“ Der Austausch funktioniere auf kurzen Wegen. Gerade vor wenigen Tagen sei man im Rathaus zu einem intensiven Gespräch zusammen gekommen. Bürgermeister Stein bedankte sich für die „vielen guten Anregungen und generell für das große Engagement zum Wohle der älteren Menschen in unserer Stadt.“

In seinem Tätigkeitsbericht veranschaulichte Vorsitzender Küchler die vielen Initiativen, die der Seniorenbeirat in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt hat. Das monatliche Erzählcafé im Café „Sahnehäubchen“, der 14-tägige Spieletreff in Bestenheid oder auch der wöchentliche EDV-Senioren-Treff – diese Angebote haben sich längst etabliert und ihren festen Nutzerkreis gefunden. Das ebenfalls vom Seniorenbeirat ins Leben gerufene „Veranstaltungsmobil“ ist besonders dann gefragt, wenn es Veranstaltungen auf der Burg anfährt. Ab dem Jahr 2018 soll die Anbindung der Ortschaften durch das kreisweite Ruftaxi-Konzept wesentlich verbessert werden. Der Seniorenbeirat wird, sobald die Fahrpläne vorliegen, prüfen, ob das „Veranstaltungsmobil“ dann noch gebraucht wird. „Mobilität ist für ältere Menschen gerade im ländlichen Raum sehr wichtig. Deshalb bleibt der Seniorenbeirat an dem Thema dran“, kündigte Jürgen Küchler an.

Ebenfalls ein Dauerthema ist die Barrierefreiheit oder zumindest die seniorengerechte Begehbarkeit der Altstadt. Dazu hat der Seniorenbeirat im Sommer einen „Testlauf“ mit Rollstühlen und Rollatoren organisiert. Die Erkenntnisse dieses Rundgangs hat der Seniorenbeirat in eine Prioritätenfolge gebracht und der Stadtverwaltung als Empfehlung zugeleitet. „Uns ist wichtig, dass bei anstehenden Baumaßnahmen die schlimmsten Stolperstrecken behoben werden“, so der Vorsitzende.
 
Zur Arbeitsweise des Seniorenbeirats erläuterte Jürgen Küchler, der Vorstand greife die Themen auf, die nach seiner Meinung relevant für ältere Menschen sind. „Gleichzeitig sind wir offen für Anregungen unserer Mitbürger und freuen uns, wenn etwas an uns herangetragen wird.“
 
Nach den Regularien der Mitgliederversammlung informierte Ute Kuschel, Mitarbeiterin des Pflegestützpunkts, über Aufgaben und Arbeitsweise der kreisweiten Beratungseinrichtung. Der Pflegestützpunkt hat seinen Sitz in Lauda-Königshofen, einmal monatlich findet ein Sprechtag im Wertheimer Rathaus statt. vor Ort. Er berät über Hilfemöglichkeiten im Pflegefall, informiert über Leistungen der Pflegekasse und unterstützt pflegende Angehörige. „Wir beraten individuell, kostenlos und unabhängig“, betonte Ute Kuschel abschließend.

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