Was gehört in den Altglascontainer?

Abfallwirtschaftsbetrieb informiert

So sollte es am Altglascontainer nicht aussehen. Foto: AWMT

Es ist mittlerweile zur Unsitte geworden, Flaschen und anderen Unrat einfach neben den leeren Altglascontainern abzustellen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Main-Tauber-Kreises (AWMT) gibt zu bedenken, dass die Nachreinigung der Containerstandorte zu erheblichen Kosten für die Kommunen führt, die letztendlich von allen Bürgern zu tragen sind. Auch im Hinblick auf das Stadtbild bittet der Abfallwirtschaftsbetrieb alle Bürger, auf Ordnung und Sauberkeit zu achten. Gleichzeitig klärt er darüber auf, was in den Altglascontainer gehört und was nicht.

Glas ist ein wertvoller Recyclingstoff. Er ist zu 100 Prozent ohne Qualitätsverlust wiederverwertbar, sofern es kein Kristallglas und kein Porzellan enthält. Glas kann beliebig oft zu neuen Glasprodukten verarbeitet werden. Es gilt der Grundsatz: Je besser die Sammelqualität, desto mehr Glas kann verwertet werden, und das spart Energie und Rohstoffe.
 
In die Altglascontainer gehören nach Farben getrenntes Glas von Glasverpackungen wie zum Beispiel Getränkeflaschen, Konservengläser, Gläser von Babynahrung, Parfümflakons und Pharmaziegläser. Glas fürs Recycling darf keine Verunreinigungen und Fremdstoffe enthalten, beziehungsweise befüllt sein.
 
Nicht zum Altglas gehören Keramik, Steingut, Porzellan, Bleiglas, feuerfestes Glas, Flachglas wie Fensterglas, sowie Glühlampen. Diese Stoffe würden bei der Glasschmelze Probleme bereiten, da sie einen anderen Schmelzpunkt und eine andere chemische Zusammensetzung haben. Diese dürfen nicht in die Glascontainer geworfen werden.
 
An den mehr als 180 Glascontainerstandorten im Main-Tauber-Kreis gibt es Container für weißes, grünes und braunes Glas. Buntes Glas, wie zum Beispiel blaue Flaschen, können problemlos im Grünglascontainer entsorgt werden, denn Grünglas verträgt im Vergleich zu den anderen üblichen Glassorten bei der Schmelze den größten Anteil an Fehlfarben.
 
Mittlerweile haben immer mehr Flaschen Korken aus Kunststoff. Diese sowie Verschlüsse aus Aluminium, Kronkorken und Metalldeckel von Einwegflaschen und -gläsern gehören in den Gelben Sack.
 
Anders ist es bei Mehrwegflaschen. Hier erfüllen die Verschlüsse eine wichtige Aufgabe. Beim Transport vom Verbraucher zum Abfüller schützen sie das Gewinde vor Beschädigungen. So können die Flaschen 40 bis 50 Mal neu befüllt werden. Durch das Recycling der Verschlüsse werden zusätzlich wertvolle Rohstoffe in den Materialkreislauf zurückgeführt. Mehrwegflaschen sollen daher immer mit Verschluss zurückgegeben werden.
 
Weißes und buntes Flachglas kann kostenpflichtig über die Recyclinghöfe und die Kreismülldeponie Heegwald entsorgt werden. Dazu gehören Fensterglas, Spiegel- sowie Drahtglas, Verbundglas-Autoscheiben, Sicherheitsglas und Isolierglas. Der Alurahmen stört nicht.
 
Porzellan und Keramik gehören in die Restmülltonne. Glas, das weder zum Hohlglas noch zum Flachglas gehört, muss als Restmüll entsorgt werden. Dies gilt auch für große Gläser, die nicht durch die Öffnung der Glascontainer passen.
 
Aus Rücksicht auf die Anwohner, dürfen Flaschen und Gläser nur während der am Sammelbehälter ausgewiesenen Einwurfzeiten (werktags von 7 bis 12 Uhr und von 14 bis 19 Uhr) in die Altglascontainer eingeworfen werden.
 
Weitere Informationen gibt es bei der Abfallberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes Main-Tauber-Kreis unter der Telefonnummer 09341/82-4002.

Ansprechpartner

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