Schüler befähigt, Konflikte friedlich zu lösen

Soziales Kompetenztraining an Werkrealschule

In einem sozialen Kompetenztraining an der Werkrealschule Urphar-Lindelbach übten Schülerinnen und Schüler achtsamen Umgang miteinander. Foto: Stadt Wertheim

Wie das Miteinander verbessert und Konflikte konstruktiv gelöst werden können, haben Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule Urphar-Lindelbach in einem sozialen Kompetenztraining gelernt. Schulsozialarbeiterin Elena Wenzel organisierte das mehrtägige Training in Kooperation mit ihrer Kollegin Stephanie Eck vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium.

Ziel des Kompetenztrainings war es, „unüberlegte Reaktionen, die zu einem rücksichts- und respektlosen Umgang im Alltag führen, bewusst zu machen“, erklärte Elena Wenzel, die als Sozialarbeiterin an der Werkrealschule und der Grundschule Bestenheid tätig ist. Denn: „Oft fehlt es an Strategien, wie man Konflikte anders lösen könnte.“ Deshalb sollten die Kinder schließlich friedliche Handlungsalternativen einüben.

Elf Mädchen und Jungen der sechsten Klasse probierten mit großer Neugier und Begeisterung das Kompetenztraining aus. An drei Vormittagen über einen Zeitraum von drei Wochen stand für sie kein Unterricht auf dem Stundenplan, sondern nahmen stattdessen ihre Klassengemeinschaft in den Blick.

Das von den beiden Sozialarbeiterinnen ausgearbeitete Programm umfasste Methoden der Erlebnispädagogik, Gestaltpädagogik und des Konfliktmanagements. In Übungen und inhaltlichen Einheiten beschäftigten sich die jungen Leute intensiv mit den Themen Konflikt, Toleranz, Rücksichtnahme und sozialer Verantwortung. Spiele und Möglichkeiten zum Austoben sorgten für Auflockerung.

Das Trainingsprogramm beinhaltete unter anderem erlebnispädagogische Elemente. Foto: Stadt Wertheim

„Es war deutlich war zu spüren, wie sehr sich alle ein wertschätzendes, respektvolles und konstruktives Miteinander wünschen“, betonte Sozialarbeiterin Elena Wenzel. Bereits am zweiten Trainingstag meldeten die Schülerinnen und Schüler positive Veränderungen zurück: Es habe sich weniger Streit und mehr Zusammenhalt entwickelt. „Man muss die anderen so akzeptieren, wie sie sind“, sagte eine Schülerin. „Wenn wir besser zusammenarbeiten, dann können wir auch bessere Noten bekommen“, benannte ein Schüler seine Erkenntnis.

Am dritten Trainingstag ging es um die Frage, wie es nun nach den Kompetenztagen weitergeht. Gemeinsam sammelte man, was jeder Einzelne tun kann. Abschließend gaben sich die Schülerinnen und Schüler noch gegenseitig bestärkende Rückmeldungen. Die Sozialarbeiterinnen Elena Wenzel und Stephanie Eck freuten sich über den Erfolg ihres Trainings: „Es war ein deutlicher Gewinn für die Klasse.“

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