Rundum-Sorglos-Paket für Bauherren in Lindelbach

Wohngebiet "Röte II" mit 13 Bauplätzen erschlossen

Gute Stimmung trotz trübem Wetter herrschte bei der Übergabe des neuen Wohnbaugebiets „Röte II“ in Lindelbach. Foto: Stadt Wertheim

13 neue Bauplätze hat die Stadt Wertheim im Wohnbaugebiet „Röte II“ in Lindelbach erschlossen. Bei der Übergabe am Donnerstag sparte Bürgermeister Wolfgang Stein nicht mit Superlativen. „Das größte Nikolausgeschenk in Wertheim erhält heute Ortsvorsteher Egon Schäfer“, sagte er schmunzelnd und sprach von einem „großen, historischen Tag für Lindelbach“. Denn immerhin habe es fast 25 Jahre gedauert, bis in der Ortschaft ein Neubaugebiet übergeben werden konnte.

Auf einer Fläche von rund 1,1 Hektar stehen nun 13 Bauplätze zur Verfügung. Zwei davon sind bereits verkauft, vier reserviert und davon wiederum die Hälfte für Interessenten aus dem Würzburger Raum, informierte Stein. Die Attraktivität des Neubaugebietes kommt für den Bürgermeister nicht von Ungefähr: Man habe hier „ein tolles Rundum-Sorglos-Paket geschnürt“. Gebaut werden kann in Südwestlage, im Grunde in der Natur am Weinberg, es gebe Glasfaseranschlüsse bis in die Steckdose, der Kindergarten liege in 400 Metern Entfernung und auch ein Direktanschluss zur Autobahn sei vorhanden. Denn im Zusammenhang mit der Erschließung wurde auch der „Bettinger Weg“ erneuert. „Was will man mehr?“
 
Von der Vergabe der Straßen- und Kanalbauarbeiten durch den Gemeinderat im März bis zu deren Abschluss im November dauerte es knapp acht Monate. Die Investitionskosten bezifferte der Bürgermeister auf rund 745.000 Euro. Der Grundstücksverkaufspreis liegt bei 114 Euro pro Quadratmeter. „Wir nennen es angemessen, aber es ist in Schnäppchen, wenn man es aus Würzburger oder Aschaffenburger Sicht betrachtet.“ Die 150 Meter lange Erschließungsstraße trägt den passenden Namen „Silvanerweg“, führt sie doch auf einen Weinberg zu. „Wenn man bedenkt, wie viele Weinsorten es in Franken gibt, kann man sich die weitere Entwicklung schon bildlich und genüsslich vorstellen“, schmunzelte Stein.
 
Ortsvorsteher Egon Schäfer war es ein besonderes Bedürfnis, den Anwohnern benachbarter Straßen zu danken. Während der Erschließung konnten sie ihre Häuser zeitweise nur über Feldwege erreichen. „Zum Glück war es in der Zeit trocken.“ Thomas Rutschmann, Abteilungsleiter im städtischen Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung, merkte an, man sei „immer froh und erleichtert, wenn eine Baustelle unfallfrei abgeschlossen ist“. Er lobte insbesondere die beteiligte Baufirma, dank deren Flexibilität es gelungen sei, den „Bettinger Weg“ ohne Ausbauplanung zu erneuern.

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