Bücherzelle bietet Lesevergnügen

Telefonhäuschen ist jetzt Mini-Bibliothek

In dem roten Telefonhäuschen am Wertheimer Wenzelplatz gibt es nun eine öffentliche Bücherzelle. Foto: Stadt Wertheim

Öffentliche Bücherschränke kennt man aus anderen Städten. In Wertheim gibt es jetzt eine öffentliche Bücherzelle. In dem roten Telefonhäuschen am Wenzelplatz lädt eine Mini-Bibliothek mit rund 200 Büchern zum Lesen ein. Hier können Menschen kostenlos, anonym und formlos Bücher mitnehmen oder tauschen. Am Donnerstag war offizielle Übergabe des Gemeinschaftsprojekts.

Für die Umsetzung des Projekts haben sich zwei Partner zusammengetan: Der Rotary-Club Wertheim sorgte für die Ausstattung mit Regalen und verwahrt den Nachschub mit Lesestoff. Der Seniorenbeirat der Stadt kontrolliert und pflegt regelmäßig die Bücherzelle. „Ich wollte in meiner Amtszeit etwas Bleibendes für Wertheim und seine Bürger hinterlassen“, sagte Christina Moraitis, Ideengeberin und Präsidentin des Rotary-Clubs Wertheim für das rotarische Jahr 2017/18.

Im Kontakt mit der Stadtverwaltung hatte sich herausgestellt, dass eine ähnliche Idee auch beim Seniorenbeirat schon seit geraumer Zeit „gärte“, wie dessen Vorsitzender Jürgen Küchler erklärte. So spannten sich Rotary-Club und Seniorenbeirat, moderiert durch Innenstadtmanager Christian Schlager, zusammen. Der Seniorenbeirat bot an, gemeinsam mit Vertretern des Rotary-Clubs die Patenschaft und damit die Pflege zu übernehmen. „Die Bücherzelle ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Stadt Wertheim“, freute sich Hartmut Müller, der inzwischen das Präsidentenamt von Moraitis übernommen hat.

Für die Umsetzung des Projekts haben sich der Rotary-Club Wertheim und der Seniorenbeirat der Stadt zusammengetan. Foto: Stadt Wertheim

Mit dem roten Telefonhäuschen am Wenzelplatz haben die Akteure eine zentral gelegene Stätte gefunden, die leicht erreichbar ist und viel Zulauf hat. „Hier ist der ideale Standort - mitten in der Altstadt“, meinte Innenstadtmanager Christian Schlager. Das Telefonhäuschen wurde im Oktober 1986 als Geschenk der britischen Partnerstädte übergeben. Es hatte in Zeiten des Mobiltelefons seine Funktion verloren, wurde deshalb technisch stillgelegt und schließlich zur Bücherzelle umgebaut.

„Wir wollen nicht mit dem hiesigen Buchhandel konkurrieren“, betonte Initiatorin Christina Moraitis. Mitglieder des Rotary-Clubs stellten im Juni die ersten Bücher aus persönlichen Beständen ein. Seitdem hatte Gerald Strauß als Pate des Seniorenbeirats bereits viel zu tun. Der Bücherschrank wird gut angenommen: Fast täglich müssen die Regale aufgefüllt werden.


Das obere Bild zeigt (von links): Walter Ruf (Mitglied des Seniorenbeirats Wertheim), Gerald Strauß (Bücherzelle-Pate des Seniorenbeirats), Christian Schlager (Innenstadtmanager), Jürgen Küchler (Vorsitzender des Seniorenbeirats), Christina Moraitis (vormalige Präsidentin des Rotary-Clubs Wertheim), Hartmut Müller (amtierender Präsident des Rotary-Clubs) und Norbert Stallkamp (Mitglied des Rotary-Clubs).

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