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Kinderbetreuung

23 wohnortnahe Kindertageseinrichtungen sind Orte der Bildung und Betreuung. Mit dem Anmeldesystem "Platz Da!?" übermitteln Eltern der Stadt, welchen Bedarf sie haben. In den Schulferien hilft die Ferienbetreuung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Auch die Babysitterbörse kann den Familienalltag erleichtern.

Kindertageseinrichtungen

Von der Krippe über den Ganztagesplatz bis hin zur Schulkindbetreuung - die 23 Kindertageseinrichtungen  in Wertheim haben ein vielseitiges Angebot. Die Eltern können sich auf gute pädagogische Qualität verlassen, denn Kommune, kirchliche und freie Träger arbeiten eng zusammen. Betreuungsformen und -zeiten orientieren sich am Bedarf der Familien. Den passenden Platz für ihr Kind und die damit verbundenen Elternbeiträge/Betreuungskosten finden Eltern eine Rubrik weiter unten im Anmeldesystem "Platz Da!?".

Kita-Platz gesucht ?

In Zusammenarbeit mit allen Kindertageseinrichtungen hat die Stadt Wertheim das Anmeldesystem "Platz Da!?"  für einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte entwickelt. Das System gibt den Eltern eine schnelle Orientierung und spart Zeit und Wege bei der Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz. >>weiterlesen

Tageselternverein Main-Tauber-Kreis

Eine Alternative zur Förderung des Kindes in einer Kindertageseinrichtung ist die Erziehung und Betreuung durch eine geeignete Tagespflegeperson (Tagesmutter, Tagesvater). Kindertagespflege wird im Haushalt der Tagespflegeperson, der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen geleistet. Eltern und die jeweilige Tagespflegeperson stimmen die Betreuungszeiten individuell ab. Die Koordinierung der Betreuung erfolgt durch den Tageselternverein Main-Tauber-Kreis.

Elternmentoren

Als erste Stadt im Main-Tauber-Kreis kann Wertheim seit April 2017 interkulturelle Elternmentoren einsetzen. Sie stehen Eltern mit Migrationshintergrund, Schulen und Kindergärten ehrenamtlich zur Seite und begleiten und unterstützen die Familien in Fragen der Bildung und Erziehung. >>weiterlesen

Ferienbetreuung

Unter dem Motto „FidS für Kids – Ferien in Deiner Stadt“ unterstützt das Ferienprogramm der Stadt Wertheim die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Berufstätige Eltern wissen ihre Kinder gut betreut und sinnvoll beschäftigt, die Kinder verleben gemeinsam mit anderen anregende, mit Aktivitäten ausgefüllte Ferientage. Mit der Basisbetreuung bietet die kommunale Jugendarbeit Wertheim ein verlässliches Betreuungsangebot für Grundschulkinder in den Schulferien. Zusatzangebote runden die Ferienbetreuung ab. Sie finden meistens ganztägig statt, können individuell gebucht und nach Absprache auch mit den Betreuungsmodulen kombiniert werden.  Alle Angebote sind unter der Plattform Ferien in deiner Stadt gebündelt und dort mit Details hinterlegt. Familienpassinhaber können auf die Kostenbeiträge eine Ermäßigung von bis zu 50% erhalten.

Babysitterbörse und Krabbelgruppen

  • Babysitterbörse
    Die Babysitterbörse der Stadt Wertheim vermittelt die stundenweise Betreuung von Kindern bis 13 Jahre. Als Babysitter werden nur qualifizierte Personen eingesetzt die Erfahrung in der Kinderbetreuung haben. Das Betreuungshonorar legen Eltern und Babysitter gemeinsam fest.
  • Krabbelgruppen
    In Still- und Krabbelgruppen treffen sich Eltern mit ihren Kindern vom Säuglings- bis zum Kindergartenalter regelmäßig zum Spielen und Austausch. Angebote gibt es in vielen Ortschaften und Stadtteilen. Träger sind in der Regel Vereine oder kirchliche Institutionen. In der Kernstadt koordiniert der Frauenverein Wertheim verschiedene Gruppenangebote.

Elternkompass

Kinder begleiten,Kinder fördern

Der Erziehungsalltag stellt Eltern immer wieder vor neue Herausforderungen. Unter dem Motto "Kinder begleiten - Kinder fördern" haben Eltern im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Elternkompass" kostenlos die Möglichkeit, wichtige Informationen zur Entwicklung und Förderung ihrer Kinder in unterschiedlichen Lebensphasen zu erhalten. Das Konzept hat die AG Jugendhilfeplanung in Zusammenarbeit mit den Leiterinnen der Wertheimer Kindertagesstätten entwickelt.

Das aktuelle Programm der Veranstaltungsreihe 2022 sehen Sie hier (208 KB)

Die Arbeit in den Kindertagesstätten

Mehr als 200 Fachkräfte kümmern sich um das Wohl der Kinder in den Wertheimer Betreuungseinrichtungen. Tagtäglich entlasten sie damit die Familien, ermöglichen Erwerbstätigkeit und sorgen für gute Bildung von Anfang an.

Zahlen, Daten, Fakten

In Wertheim kümmern sich 23 Kindertagesstätten um das Wohlbefinden der Kleinen. Fünf davon betreibt die Stadt selbst. Hinzu kommen elf Einrichtungen in evangelischer und fünf in katholischer Trägerschaft. Auch zwei Waldkindergärten, die von Vereinen getragen werden, stellen Betreuungsplätze zur Verfügung.

Insgesamt stehen in allen Einrichtungen 1267 Plätze zur Verfügung. Diese unterteilen sich in 818 Plätze mit verlängerten Öffnungszeiten und 140 Ganztagsplätze für Kinder über drei Jahre. Für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren stehen 185 Plätze mit verlängerten Öffnungszeiten und 67 Ganztagsplätze zur Verfügung. Hinzu kommen 57 Tagespflegeplätze. Die Plätze verteilen sich auf 64 Gruppen.

Die Stadt und die anderen Träger beschäftigen 221 Fachkräfte. Umgerechnet auf Vollzeitstellen entspricht das einer Zahl von 161. Hinzu kommen pro Jahr noch ca. 30 Praktikantinnen und Praktikanten.

Die Kosten pro Kindergartenplatz betragen 10.000 Euro. Insgesamt liegen die Kosten für die Kinderbetreuung in Wertheim bei 11,4 Millionen Euro, wobei mehr als die Hälfte davon aus dem städtischen Haushalt finanziert wird: 5,9 Millionen Euro. 3,6 Millionen Euro steuern der Bund und das Land Baden-Württemberg bei. Durch die Elternbeiträge nimmt die Stadt 1,4 Millionen Euro ein. Dazu kommt noch der Anteil der freien Träger von einer halben Million Euro.

Die hier genannten Zahlen geben den Stand des Jahres 2021 wieder.

Eltern und Erzieher sind Partner

Kinder betrachten ihre Eltern als die wichtigsten Menschen in ihrer Umgebung. Vater und Mutter schützen und sorgen sich um sie. Erzieherinnen achten und respektieren schon alleine deshalb die Sorgen der Eltern um ihr Kind. Auf der anderen Seite werden die Erzieherinnen und Erzieher als Experten ihres Kindes anerkannt und wertgeschätzt. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Fachleute, auch ihr professionelles Handeln wird ernst genommen.

Bei ihrer Arbeit haben die Erzieherinnen und Erzieher nicht nur das Kind im Blick, sondern auch die Lebenswirklichkeit der Familie. So entsteht eine gelungene Erziehungspartnerschaft. Die konstruktive Zusammenarbeit von Eltern und Fachkräften in Erziehungs-, Entwicklungs- und Bildungsfragen wirken sich positiv auf das Wohlbefinden des Kindes aus. Schon beim Aufnahmegespräch vor dem Eintritt des Kindes in die Kita hat die Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe eine große Bedeutung, in dem man sich über die pädagogische Arbeitsweise und die Konzeption austauscht. 

Das Eingewöhnungskonzept der Kita ermöglicht der ganzen Familie einen sanften Start in den neuen Lebensabschnitt des Kindes. Der regelmäßige Austausch über die Erfahrungen mit dem Kind hilft beiden Seiten, ein umfangreiches Bild des Kindes zu erlangen und fördert ein besseres, gegenseitiges Verstehen. Durch die Begleitung eines Elternteiles in den ersten Tagen können die Eltern die pädagogische Arbeit erleben, so dass sich eine Vertrauensbasis aufbaut.

Gemeinsame Absprachen können während der Bring- und Abholzeiten getroffen werden. Bei Gesprächen mit den Eltern über ihr Kind schildern die Erzieherinnen und Erzieher ihre Beobachtungen. Mindestens einmal im Jahr wird den Eltern ein Gespräch über die Entwicklung ihres Kindes angeboten. Bei Erziehungsfragen unterstützen die pädagogischen Fachkräfte die Eltern und weisen auf entsprechende Beratungsstellen hin, sofern dies gewünscht ist.

Der Elternbeirat ist das Bindeglied zwischen den Eltern und den Erziehern und wird bei allen Entscheidungen miteinbezogen. Mittels geeigneter Kommunikation (zum Beispiel Elternbriefe, Smartphone-App, E-Mails und Aushänge) erhalten die Eltern Informationen über organisatorische und aktuelle Veränderungen. Auch übergreifende Elternveranstaltungen (Elternabende, Feste, Info-Veranstaltungen) sind wichtig zur Weitergabe von Informationen.

Die Herausforderungen des Kita-Alltags

Die Erzieherinnen und Erzieher der Kindertagesstätten leisten wertvolle Arbeit – und das unter zuweilen schwierigen Umständen. Denn die Aufgaben sind in den vergangenen Jahren komplexer geworden. 

Mit der Migration von Familien aus vielen Ländern, kommen Kinder mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Nicht selten stellt die Sprache eine Hürde dar, auch bei der Kommunikation mit den Eltern. Zuweilen fehlt auch der Respekt (Eltern inbegriffen) vor den Erzieherinnen. Dabei ist die Erwartungshaltung an die Kitas ziemlich hoch. Sie sollen nicht nur erziehen, sondern auch betreuen und den Kindern Dinge beibringen, die sie auf ihrem weiteren Lebensweg benötigen.

Die Erzieherinnen und Erzieher haben es mit unterschiedlichen Kooperationspartnern zu tun, um individuelle Lösungen zu finden. Sie stimmen ihre Arbeit nicht nur mit den Grundschulen ab. Beteiligt sind auch Verantwortliche für die Frühförderung, Ergotherapeuten, die helfen, nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben zu erreichen und Logopäden, die dabei unterstützen, dass Kinder sich besser verständigen können. All dies müssen die Erzieherinnen und Erzieher bei ihrer Arbeit berücksichtigen.

Dazu kommen die wachsenden Anforderungen aus Politik und Gesellschaft. Mit Gender-Pädagogik werden die Kinder bei der Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität unterstützt, ohne vorgefertigte Rollenmuster zu erzeugen. Um die Voraussetzungen für eine verantwortliche Rolle in der demokratischen Gesellschaft zu schaffen, werden die Kinder an die erforderliche Regelwelt herangeführt.

Auch sollen schon früh die Sinne für Klima- und Umweltschutz geschärft werden. Und in den Kitas startet bereits die Sexualpädagogik. Das trifft mitunter bei den Eltern auf Skepsis.
Es muss alles ineinandergreifen, auch wenn die Gruppen zum Teil aus bis zu 25 Schützlingen bestehen – eine Mammutaufgabe, Tag für Tag. 

Die Arbeit in den Kitas ist geprägt vom Spannungsverhältnis zwischen der Notwendigkeit individueller Betreuung und den naturgemäß begrenzten Möglichkeiten bei großen Gruppen. Erzieherinnen sollen jedem einzelnen Kind gerecht werden, bei Defiziten Fördermaßnahmen einleiten, aber auch die Gruppe als Ganzes im Auge behalten. 

Dies geschieht vor dem Hintergrund von immer mehr Vorschriften, die für ihre körperliche Unversehrtheit sorgen sollen. Stürze und andere Unfälle sind zu vermeiden, aber für motorische Entwicklung der Kinder und die Festigung eines gesunden Gleichgewichtsverhaltens hilfreich – solange sie glimpflich ausgehen. Eine Gratwanderung.

Kitas schaffen Grundlagen für das gesellschaftliche Leben 

Die Bedeutung der Kindertagesstätten für unsere Gesellschaft darf nicht unterschätzt werden. Ihre Arbeit strahlt in etliche gesellschaftliche Bereiche aus. Familien und Eltern werden unterstützt, weil die Kinder durch die pädagogischen Fachkräfte optimale Förderung und Betreuung erfahren. Die Kitas ergänzen und unterstützen in der Erziehung. Und die Kinder kommen in Kontakt mit vielen Gleichaltrigen.

Die Schützlinge können spielerisch lernen, Freunde finden, Sprache und sprechen lernen. Sie werden gefördert und finden Unterstützung bei Problemen. Spielkameraden sind Freunde, egal woher sie kommen, welche Hautfarbe sie haben oder welcher sozialen Schicht sie angehören.

Die Wirtschaft profitiert in vielerlei Hinsicht von den Kitas. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können beruhigt ihrem Broterwerb nachgehen, wenn die Kinder gut betreut und gefördert werden. So ist Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich und die Eltern können ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Ohne das Angebot wäre der Personalmangel viel größer. 

Die Kinder werden sorgsam auf die Schule vorbereitet. Die Kooperation zwischen Schulen und Kitas erleichtert ihnen den Schuleintritt. Ein gelungener Start ins Schulleben wirkt sich positiv auf die gesamte Schullaufbahn aus. Ganzheitliche Förderung und Forderung stellt von Anfang an sicher, dass die Kinder später am Ausbildungsmarkt bestehen. Sie sind die dringend gebrauchten Fachkräfte von morgen.

Kitas sorgen für Attraktivität des Standorts. Kommunen mit guten Einrichtungen haben bessere Karten bei Familien, die einen Umzug in Erwägung ziehen. Auf diese Weise steigern die Gemeinden ihren Wettbewerbsvorteil, wenn es um Standortentscheidungen bei der Industrieansiedlung geht. 

Auch die Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist nicht zu unterschätzen: Alle Kinder werden wertschätzend behandelt. Durch die pädagogische Betreuung ist gewährleistet, dass die Entwicklung der Kinder in wichtigen Bereichen wie Denken, Wahrnehmung, Sprache, Bewegung und Koordination gefördert wird. Alle Kinder lernen die Werte kennen, die für das Leben in einer Gemeinschaft wichtig sind.

Orientierungsplan stärkt Kinderperspektive

Die Wertheimer Kindertagessstätten nutzen den Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des Landes Baden-Württemberg als Richtschnur. Er ist Orientierungs- und Handlungsleitfaden und stärkt die Kinderperspektive. 

In dem Orientierungsplan heißt es: „Alle Kinder - unabhängig ihrer Herkunft und Muttersprache, unabhängig von ihrem Umfeld und Elternhaus - stecken voller Ideen und sind neugierig auf alles, was um sie herum passiert. Sie brauchen Raum, um ihre Talente zu entfalten, sich selbst und die Welt zu entdecken. Kinder haben das Recht auf lebenslanges Lernen. Sie brauchen dabei gute Vorbilder, qualifizierte pädagogische Fachkräfte, die durch kompetente Begleitung, Ermunterung und Förderung die Kinder dort abholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen.“

Um die Leitlinien umzusetzen, ist es wichtig, die Welt aus dem Blickwinkel des Kindes zu betrachten. Lernen und Spielen sind für Kinder ein und dasselbe. Kinder lernen mit anderen, sie lernen mit einer hohen Intensität, denn sie lernen mit allen Sinnen. Sie lernen, wenn man ihnen Freiräume gibt, aber auch durch Leitplanken wie zum Beispiel feste Rituale im Tagesablauf sowie Regeln und Grenzen.

Der Orientierungsplan teilt sich in unterschiedliche Bildungs- und Entwicklungsfelder auf, worauf die Kindertagesstätten Einfluss nehmen.

  • Körper: Das Kind erschließt sich seine Welt mit allen Sinnen, vor allem durch Bewegung. Viele Bewegungsanreize fördern die Wahrnehmung. Auch die Zubereitung und das Essen von gesunden Speisen gehören dazu. Zudem spielt die Förderung von Grob- und Feinmotorik eine Rolle. Im Ergebnis wird das Selbstbild des Kindes gestärkt.
  • Sinne: Mit den Sinnen nehmen die Kinder ihre Umwelt wahr. Sie bieten Orientierung und den Weg zu Erkenntnissen. Um entsprechende Erfahrungen zu machen, sind vielfältige Gelegenheiten für sinnlich wahrnehmende Erfahrungen notwendig.
  • Sprache: Sprechen lernt man durch Kommunikation. Kinder lernen, Geschichten vom Anfang bis zum Ende zu erzählen. Sie nutzen die Sprache, um an der Gemeinschaft teilzuhaben. Zur Entwicklung von Sprachkompetenz braucht es Menschen, die reden. Die Spracherziehung geschieht im alltäglichen Miteinander. 
  • Denken: Kinder suchen nach Sinn und Bedeutung. Sie denken viel nach und benötigen Unterstützung bei Denkweisen und Strategien. Wichtig sind Freiräume, um Fantasien, Utopien und Visionen zu entwickeln. 
  • Gefühl und Mitgefühl: Kinder, die mit ihren Gefühlen umgehen können, benötigen wesentliche Fähigkeiten. Sie müssen ein Bewusstsein für ihre eigenen Emotionen und Widerstandsfähigkeit entwickeln. Im Miteinander ist die Rücksicht auf andere, das gegenseitige Wertschätzen wichtig.
  • Sinn, Werte, Religion: Kinder begegnen der Welt offen. Zu ihren Erfahrungen gehört auch die Auseinandersetzung mit Sinn- und Wertfragen. In der Betreuung entwickeln sie Achtung vor Grundrechten und Freiheiten. Sie werden in ihrem Selbstbestimmungsrecht ernst genommen, damit sie mit Freiheit und ihren Grenzen klarkommen. Bei der Religion spielen Feste und symbolische Handlungen eine wichtige Rolle.

Fundierte Ausbildung garantiert Qualität

Damit sich die Kinder in der Kita wohlfühlen, sie gerne hingehen und die Eltern sicher sein können, dass sie sich entfalten und entwickeln können, müssen sie von gut ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern betreut werden. 

Tabea und Jana absolvieren seit drei Jahren eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA). „Vor unserer Ausbildung zur Erzieherin wollten wir ganz andere Berufswege gehen, jedoch haben wir uns dann für diese Ausbildung entschieden und können mit Bestimmtheit sagen, dass dieser Weg uns vollkommen erfüllt hat“, sagen sie.

„Mit der Entscheidung Erzieherin zu werden und die PIA-Ausbildung zu starten, haben wir beide den richtigen Beruf gefunden“, sind Tabea und Jana sicher. Was sie begeistert: „Jeder Tag ist anders, und es wird nie langweilig.“ Man könne seine eigenen Ideen und seine eigene Kreativität einbringen. „Wir können die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und begleiten.“ 

Durch persönliche Weiterentwicklung bei der Arbeit mit dem Kind und zahlreiche Fortbildungen würden Theorie und Praxis optimal miteinander verbunden, schwärmen sie. Zudem werde die Ausbildung ab dem ersten Ausbildungsjahr vergütet.

Die PIA-Ausbildung dauert drei Jahre. Um sie absolvieren zu können, muss man einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen, zusätzlich ein Jahr das Berufskolleg besucht haben oder als Kinderpfleger ausgebildet sein. Wer das Abitur oder das Fachabitur in der Tasche hat, kann nach einem sechswöchigen Praktikum einsteigen. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, auch ohne die genannten Voraussetzungen an den Start zu gehen. Informationen dazu erteilen die Ausbildungsschulen.

Die Absolventen der PIA besuchen drei Tage pro Woche die Schule und schnuppern zwei Tage Praxis in der Betreuungseinrichtung. Während der Schulferien sind fünf Praxistage vorgesehen. Man kann die PIA-Ausbildung auch in Teilzeit mit einem Praxistag pro Woche absolvieren. 

Es gibt auch noch den anderen, den klassischen Weg, Erzieherin oder Erzieher zu werden: die vierjährige Vollzeitausbildung (Voraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss). Diese sieht drei Jahre Berufskolleg vor, wobei die Absolventinnen und Absolventen im ersten Jahr drei Tage in der Woche einen fachtheoretischen Unterricht erhalten. Zwei Tage werden die Kenntnisse praktisch in einer Einrichtung angewendet. 

Mit Abitur/Fachabitur und sechswöchigem Praktikum oder, mittlerem Bildungsabschluss und der Ausbildung zum/zur Kinderpfleger, ist ein Verkürzen möglich und man steigt direkt in das zweite Jahr ein. Im zweiten und dritten Jahr folgen dann vier Tage pro Woche Unterricht in der Schule – kombiniert mit einem Praxistag. Im vierten Jahr, auch Anerkennungsjahr genannt, sind die Absolventinnen und Absolventen dann ausschließlich in der Kita. 

Informationen zu den Ausbildungsschulen in der Region: 

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