Steg und Wohnbau überzeugen mit Jahresergebnis

Geschäftsführer stellte Abschlüsse für 2017 vor

Die WBW hat für ein Wohnprojekt auf der Bestenheider Höhe circa vier Millionen Euro investiert. Foto: Stadt Wertheim

Ein gutes Jahr war 2017 für die Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) und die Wohnbau Wertheim (WBW). Das geht aus den Jahresabschlüssen der beiden städtischen Gesellschaften hervor. Geschäftsführer Edgar Beuchert legte das Zahlenwerk in der jüngsten Aufsichtsratssitzung vor. „Wir nehmen den Geschäftsbericht sehr wohlwollend zur Kenntnis“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats Udo Schlachter. Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich ebenso zufrieden mit dem Jahresverlauf wie die Wirtschaftsprüfer.

Derzeit entstünden im Wohnungsbau 150 Wohnungen, davon 129 im Geschosswohnungsbau, informierte Geschäftsführer Edgar Beuchert zunächst. Für Wertheim sei das eine beträchtliche Zahl, betonte er und zog als Fazit: „Es ist gut so, wie es ist.“ Udo Schlachter pflichtete ihm bei, man habe „alles richtig gemacht“. In seinem Jahresbericht gab Geschäftsführer Beuchert weitere Einblicke in die Jahresabschlüsse der beiden Gesellschaften.

Aktuell zählen 19 Mietwohnungen, 17 Gewerbeeinheiten, 656 Garagen und Tiefgaragenstellplätze, 945 offene Parkplätze und 54 Wohnmobilstellplätze zum Grundbesitz der Steg. Der Mieterwechsel bei den Parkflächen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 135 auf 150 erhöht. Die Neuvermietung gekündigter Stellplätze war problemlos möglich.

Im Auftrag Dritter verwaltet die Steg insgesamt 937 Wohn- und Gewerbeeinheiten sowie 111 Stellplätze in Garagen. „Wir wollen gute Arbeit leisten“, erklärte Beuchert. Deshalb liege die Belastungsgrenze bei etwa 1000 zu verwaltende Wohn- und Gewerbeeinheiten, die der Geschäftsführer auch nicht überschreiten wolle.

Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2017 betrug knapp 7,3 Millionen Euro. Das Anlagevermögen sank dabei von knapp 6,4 Millionen auf rund 5,9 Millionen Euro. Beuchert erklärte den Rückgang mit Abschreibungen, die die Investitionen in das Anlagevermögen übersteigen würden. Durch die Sonderabschreibung beim Parkhaus Krankenhaus erhöhe sich der Jahresfehlbetrag gegenüber 2016 um 378.000 Euro auf knapp 949.000 Euro. Ausgeglichen wird der Fehlbetrag durch den Gesellschafter, die Städtische Holding Wertheim GmbH.

„2018 wird wieder ein Normaljahr“, sagte Beuchert und war überzeugt: „Wir können ganz positiv in die Zukunft blicken.“ So soll etwa die Vaitsgasse 7 im Frühjahr bezugsfertig sein, kündigte er an. Vier neue Wohnungen entstehen damit in der Wertheimer Altstadt. Die Gesamtkosten für die Generalsanierung belaufen sich auf circa 900.000 Euro.

Wirtschaftliche Situation ist „erfreulich“

Die WBW bewirtschaftet 354 Mietwohnungen und 43 Gewerbeeinheiten sowie für die Stadt zusätzlich 38 Wohn- und Gewerbeeinheiten. An Parkraum unterhält sie 104 Garagenstellplätze und 106 Kfz-Abstellplätze. Die Zahl der Mieterwechsel im Wohnungsbestand hat sich fast halbiert: 2017 wurden 22 Wohnungen neu vermietet, im Vorjahr waren es 40 Wohnungen. Darüber hinaus wurden acht Gewerbeeinheiten neu vermietet. „Wir haben keinen Leerstand – und wenn, dann nur aufgrund von Sanierungen“, freute sich Beuchert.

Zum 1. Januar 2019 würden die Mieten steigen, kündigte Edgar Beuchert an. Die Erhöhung zwischen fünf und 10 Prozent bewege sich in einem vertretbaren Rahmen. Wichtig sei, „von wo man kommt“, argumentierte er und bezog sich dabei auf das verhältnismäßig sehr günstige Mietniveau zwischen 4,50 und sechs Euro pro Quadratmeter. Die voraussichtlichen Mehreinnahmen in Höhe von 100.000 Euro sollen für Instandhaltungsarbeiten verwendet werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurden rund 295.000 Euro für Instandsetzungen sowie rund 937.000 Euro für Modernisierungen aufgewendet.

Die Bilanzsumme der WBW stieg um knapp 2,9 Millionen Euro auf rund 17,9 Millionen. Euro. Grund ist ein größeres Anlagevermögen in Höhe von knapp 16,9 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug dies 13,9 Millionen Euro. Der Anstieg ergebe sich im Wesentlichen aus aktivierten Modernisierungskosten und aus Anlagen durch den Wohnungsbau auf der Bestenheider Höhe, wo drei Häuser mit insgesamt 24 Mietwohnungen entstanden, berichtete der Geschäftsführer. Für die Neubauten ergaben sich für die WBW Investitionen in Höhe von circa vier Millionen Euro. Beuchert stellte fest: „Die wirtschaftliche Situation ist erfreulich.“

Wirtschaftsprüfer Sascha Vogel von der Habitat Revisions- und Treuhandgesellschaft kam zu einem ähnlichen Urteil: Er bestätigte der Steg eine geordnete Vermögenslage. „Wir haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt“, sagte Vogel. Die Prüfung der WBW hatte der Verband baden-württembergischer Wohnungsunternehmen vorgenommen. Auch hierfür wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Die beiden Jahresabschlüsse und Prüfberichte 2017 sowie die Wirtschafts- und Finanzpläne der Steg und WBW für 2019 beschloss der Aufsichtsrat einstimmig.

Was außerdem das kommende Jahr betrifft: Der Wertheimer Gastronom Stefan Kempf plant einem Antrag zufolge 2019 eine Neuauflage des Stadtstrands: Von 26. April bis 15. September, insgesamt 21 Wochen lang, soll das Freizeitangebot auf einem Teil des Mainparkplatzes stattfinden. Mit breiter Zustimmung des Aufsichtsrats wurde Edgar Beuchert der Auftrag für konkrete Vertragsgespräche erteilt.

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