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Wertheimer Burg
Schlossgasse 11
97877 Wertheim

Besichtigung

Sommerhalbjahr:
ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit
Winterhalbjahr:
10.30 bis 16 Uhr

Vorübergehende witterungsbedingte Sperrungen sind möglich. Auskunft unter
09342 / 93509-0
09342 / 301-423

Burggaststätte

Telefon 09342 / 913238
www.burg-wertheim.de

 

 

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Lage/Anfahrt

Lage
Anfahrt

Stadtplan/Parken

Stadtplan
Innenstadtplan
Parken in Wertheim



Geschichte der Burg Wertheim

Die Ruine der Burg Wertheim, Wahrzeichen der Stadt und gleichzeitig eine der größten Steinburgen Süddeutschlands, erhebt sich auf einem Bergsporn zwischen dem Zusammenfluss von Main und Tauber. Durch die besondere topographische Lage scheinen Burg und Altstadt eine Einheit zu bilden. Die Wertheimer sprechen auch gerne von ihrem "Schloss" und unterstreichen damit die Bedeutung der auch heute noch in sich geschlossen wirkenden Anlage.

Der Baubeginn der Wertheimer Burg liegt in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Bis ins 17. Jahrhundert wurde sie kontinuierlich ausgebaut. Sei dem 30-jährigen Krieg (1618-48) ist sie eine Ruine.

Chronik Burggeschichte
1180 Errichtung der Wertheimer Burg, mit Bergfried, Palas, Kemenate und erster Ringmauer (1180-1220)
1183 Eine Urkunde des Wertheimer Grafen Poppo I. spricht von einer gräflichen Burg (castrum)
1192 Eine Urkunde des Bischofs Heinrich von Würzburg erwähnt eine Burgsiedlung (suburbium Burg Wertheim). Baubeginn der Stadtbefestigungen
1214 Eine Urkunde des Grafen Poppo II. wurde in "urbe Wertheim" ausgefertigt (der Hauptort der Grafschaft hat sich zur Stadt entwickelt)
1244 Man spricht bereits von einer "civitas" (Stadt), einer Vereinigung der Bürgerschaft mit eigenem Recht
1269 Erstmalige Erwähnung der Burgkapelle zur St. Pankratius (sie befand sich in dem 1230/40 westlich des Brunnens errichteten inneren Torturm)
1333 Erneute Verleihung des Stadtrechts, diesmal nach Gelnhäuser Recht, durch Ludwig den Bayern an den Grafen Rudolf III. für Wertheim und Freudenberg
14. Jahrhundert   Um- und Ausbau der Burg durch die Grafen Eberhart (1355-1375) und Johann I. (1373-1407)
1407 In einer Urkunde wird erstmals über ein Ereignis in der Wertheimer Burg berichtet: Im Auftrag des Grafen Johann II. wurden unter Zeugen die Siegel des verstorbenen Grafen Johann I. zerschlagen. Dabei wird ein Raum beschrieben, der den Ausblick nach Eichel und auf den Haag-Weg gestattete (...ich saz an dem kleinen venster gein Eichel und gein Hage...)
15. Jahrhundert Errichtung des Holderturms und Sicherung der Ostseite durch das Obere Bollwerk (Zitadelle) und die östliche, äußere Ringmauer. Errichtung des Weißen Turms zusammen mit der nordwestlichen äußeren Ringmauer (1. Hälfte 15. Jahrhundert), Errichtung des Zehnringturms (2. Hälfte 15. Jahrhundert)
16. Jahrhundert Die Altane wird als Wehrgalerie errichtet
1562 Graf Ludwig zu Stolberg-Königstein errichtet an den Gebäuden von Palas und Kemenate den achteckigen Treppenturm und lässt die alten Wohngebäude der Kernburg modernisieren
1600 ff. Ludwig I. von Löwenstein-Wertheim errichtet den sogenannten Löwensteiner Bau
1619 Zerstörung des Löwensteiner Baus durch eine Pulverexplosion
1622 Wiederaufbau des Löwensteiner Baus (bis 1627)
1629 Erweiterungsumbau der Altane
1634 Die Burg wird durch die Schweden besetzt und durch belagernde kaiserliche Truppen stark beschädigt
1647 Erneute Besetzung durch die Schweden und Beschädigung durch Beschuss bayerischer Truppen
1742-45 Fürst Karl Thomas errichtet das "Neue Archiv"
19. Jahrhundert Burg und Stadt werden zunehmend Ziel von Reisenden. Darunter waren Maler wie Ludwig Richter, Theodor Verhas, der Reiseschriftsteller Ludwig Braunfels und viele andere
ab 1992 Mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg wird die Burg grundlegend saniert
1995 Stadt Wertheim wird Eigentümerin nach den Fürstenhäusern Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Löwenstein-Wertheim-Freudenberg
seit 1995 Burggraben entwickelt sich zur reizvollen Freilichtkulisse für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen