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Wertheimer Burg BesichtigungSommerhalbjahr: Vorübergehende witterungsbedingte Sperrungen sind möglich. Auskunft unter BurggaststätteTelefon 09342 / 913238
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Geschichte der Burg Wertheim
Die Ruine der Burg Wertheim, Wahrzeichen der Stadt und gleichzeitig eine der größten Steinburgen Süddeutschlands, erhebt sich auf einem Bergsporn zwischen dem Zusammenfluss von Main und Tauber. Durch die besondere topographische Lage scheinen Burg und Altstadt eine Einheit zu bilden. Die Wertheimer sprechen auch gerne von ihrem "Schloss" und unterstreichen damit die Bedeutung der auch heute noch in sich geschlossen wirkenden Anlage.
Der Baubeginn der Wertheimer Burg liegt in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Bis ins 17. Jahrhundert wurde sie kontinuierlich ausgebaut. Sei dem 30-jährigen Krieg (1618-48) ist sie eine Ruine.
| 1180 | Errichtung der Wertheimer Burg, mit Bergfried, Palas, Kemenate und erster Ringmauer (1180-1220) |
| 1183 | Eine Urkunde des Wertheimer Grafen Poppo I. spricht von einer gräflichen Burg (castrum) |
| 1192 | Eine Urkunde des Bischofs Heinrich von Würzburg erwähnt eine Burgsiedlung (suburbium Burg Wertheim). Baubeginn der Stadtbefestigungen |
| 1214 | Eine Urkunde des Grafen Poppo II. wurde in "urbe Wertheim" ausgefertigt (der Hauptort der Grafschaft hat sich zur Stadt entwickelt) |
| 1244 | Man spricht bereits von einer "civitas" (Stadt), einer Vereinigung der Bürgerschaft mit eigenem Recht |
| 1269 | Erstmalige Erwähnung der Burgkapelle zur St. Pankratius (sie befand sich in dem 1230/40 westlich des Brunnens errichteten inneren Torturm) |
| 1333 | Erneute Verleihung des Stadtrechts, diesmal nach Gelnhäuser Recht, durch Ludwig den Bayern an den Grafen Rudolf III. für Wertheim und Freudenberg |
| 14. Jahrhundert | Um- und Ausbau der Burg durch die Grafen Eberhart (1355-1375) und Johann I. (1373-1407) |
| 1407 | In einer Urkunde wird erstmals über ein Ereignis in der Wertheimer Burg berichtet: Im Auftrag des Grafen Johann II. wurden unter Zeugen die Siegel des verstorbenen Grafen Johann I. zerschlagen. Dabei wird ein Raum beschrieben, der den Ausblick nach Eichel und auf den Haag-Weg gestattete (...ich saz an dem kleinen venster gein Eichel und gein Hage...) |
| 15. Jahrhundert | Errichtung des Holderturms und Sicherung der Ostseite durch das Obere Bollwerk (Zitadelle) und die östliche, äußere Ringmauer. Errichtung des Weißen Turms zusammen mit der nordwestlichen äußeren Ringmauer (1. Hälfte 15. Jahrhundert), Errichtung des Zehnringturms (2. Hälfte 15. Jahrhundert) |
| 16. Jahrhundert | Die Altane wird als Wehrgalerie errichtet |
| 1562 | Graf Ludwig zu Stolberg-Königstein errichtet an den Gebäuden von Palas und Kemenate den achteckigen Treppenturm und lässt die alten Wohngebäude der Kernburg modernisieren |
| 1600 ff. | Ludwig I. von Löwenstein-Wertheim errichtet den sogenannten Löwensteiner Bau |
| 1619 | Zerstörung des Löwensteiner Baus durch eine Pulverexplosion |
| 1622 | Wiederaufbau des Löwensteiner Baus (bis 1627) |
| 1629 | Erweiterungsumbau der Altane |
| 1634 | Die Burg wird durch die Schweden besetzt und durch belagernde kaiserliche Truppen stark beschädigt |
| 1647 | Erneute Besetzung durch die Schweden und Beschädigung durch Beschuss bayerischer Truppen |
| 1742-45 | Fürst Karl Thomas errichtet das "Neue Archiv" |
| 19. Jahrhundert | Burg und Stadt werden zunehmend Ziel von Reisenden. Darunter waren Maler wie Ludwig Richter, Theodor Verhas, der Reiseschriftsteller Ludwig Braunfels und viele andere |
| ab 1992 | Mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg wird die Burg grundlegend saniert |
| 1995 | Stadt Wertheim wird Eigentümerin nach den Fürstenhäusern Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Löwenstein-Wertheim-Freudenberg |
| seit 1995 | Burggraben entwickelt sich zur reizvollen Freilichtkulisse für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen |