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Stadtverwaltung Wertheim Postanschrift:
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Ortschaften
Die 15 Ortschaften der Großen Kreisstadt Wertheim stellen sich vor:
Bettingen
Bettingen, seit 1972 ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Wertheim, wurde bereits im Jahre 800 nach Christus erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemarkung Bettingen liegt im Gebiet des Bundsandsteins. Daher rührt auch der Spitzname der Bettinger – die "Sandhasen". Neben der Landwirtschaft begann in Bettingen Mitte des 18. Jahrhunderts die Sandsteinindustrie aufzublühen. Doch nach dem 1. Weltkrieg verlor dieser Zweig an wirtschaftlicher Bedeutung. Man versuchte mit dem Anbau von Tabak einen Ausgleich zu schaffen. Nach 1948 ging der Tabakanbau, bedingt durch die meist nur noch im Nebenerwerb betriebene Landwirtschaft, stark zurück. Heute zählt die Ortschaft über 700 Einwohner und lässt sich unterteilen in einen über Jahrhunderten gewachsenen Ortskern, mehrere Neubaugebiete und ein Gewerbe- bzw. Industriegebiet in unmittelbarer Nähe der Wertheimer Autobahnausfahrt, in dem zahlreiche mittelständische Unternehmen eine Heimat gefunden haben. 1957/58 begann der Bau der Autobahn. Bettingen wurde als erste Gemeinde nach Wertheim eingemeindet. Die entsprechende Vereinbarung trat am 1. Januar 1972 in Kraft. Bettingen zeichnet sich heute als idyllisch gelegener Ort mit einer ausgezeichneten Verkehrsanbindung aus.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.wertheim-bettingen.de
Dertingen
Die erste urkundliche Erwähnung von Dertingen im Jahre 839 verweist auf eine inzwischen fast 1200-jährige Geschichte. Bereits 1214 wird in einer Urkunde der Wein erwähnt. Noch heute werden rund 65 Hektar Rebenfläche bewirtschaftet. Die restaurierte Dorfmauer ist Zeitzeuge aus den Jahrhunderte langen Streitigkeiten der Würzburger Bischöfe mit den Wertheimer Grafen um den fränkischen Weinort mit seiner markanten Wehrkirche, deren Renovierung erst im Jahre 1998 erfolgreich abgeschlossen wurde. Aus der 1963 für acht Klassen gebauten Schule im Ort wurde aufgrund der Neustrukturierung nach der Eingemeindung eine Grundschule mit heute etwa 140 Schülern. Zwei Jahre nach der Eingemeindung, also 1974, begann die Sanierung des gesamten Altorts. Mit der erfolgreichen Dorfsanierung konnte der Ort immer wieder beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" glänzen und vordere Platzierungen erreichen. So 1985 eine Silbermedaille sowie 1989 und 1997 jeweils eine Goldmedaille. Dertingen zählt heute knapp 860 Einwohner und ist damit die viertgrößte Teilgemeinde der Großen Kreisstadt Wertheim, ein lebendiger Ort mit reger Vereinslandschaft.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.weinort-dertingen.de
Dietenhan
Dietenhan, mit rund 280 Einwohnern der kleinste Ort der Großen Kreisstadt Wertheim, liegt eingerahmt von Wald und Weinbergen im Kembachtal. Früher gehörte er zur alten Grafschaft Wertheim, der späteren Grafschaft Löwenstein Wertheim. Die erste urkundliche Erwähnung findet man 1326 (Dyethenhan). Dietenhan war von jeher ein von der Landwirtschaft geprägter Ort. Bis in die 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts war neben der Landwirtschaft die Beschäftigung im Steinbruch die einzige Erwerbsquelle für die Bewohner des Ortes. In das Ortsbild griff auch der Ausbau der Ortsdurchfahrt ein, für die einige Häuser weichen mussten. Das Mühlrad der ebenfalls abgerissenen alten Mühle wurde jedoch erhalten und in der Ortsmitte an einem hohen Scheunengiebel angebracht. Auch wurde eine Grünanlage im Bereich des Feuerwehrhäuschens geschaffen, in deren Zentrum aus einem von Bürgern behauenen Sandsteinbrunnen das Wasser der alten Quelle sprudelt.
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Dörlesberg
Auf einem Bundsandsteinausläufer oberhalb des Taubertales liegt die derzeit etwa 780 Einwohner zählende Höhengemeinde Dörlesberg. Die Entstehung Dörlesberg geht bis in die Keltenzeit zurück. "Dorlispur" ist erstmals 1167 in einer Urkunde des Kloster Bronnbach erwähnt. Wahrzeichen des Ortes ist die im Jahr 1674 erbaute Pfarrkirche mit einem prächtigen barocken Hochaltar mit zwei schönen Rokoko-Nebenaltären, deren Innenraum im Jahr 2001 renoviert wurde. Im Ortskern findet man noch einige Fachwerkhäuser, die durch Renovierungsarbeiten in ihrer Bausubstanz erhalten wurden. Seit der Eingemeindung nach Wertheim 1972 wurden in Dörlesberg durch eine vorausschauende Baugebietsplanung unter anderem vier Neubaugebiete sowie ein Gewerbegebiet ausgewiesen. Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt im Jahre 1974 wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, um die bis dahin mangelhafte Infrastruktur an die neue Situation anzupassen. Mit dem Bau der Waldsporthalle im Jahre 1989 wurde ein zentraler Ort für verschiedenste Aktivitäten geschaffen. Ein weiterer Meilenstein in der Ortsgeschichte ist der Bau des Gemeindezentrums mit Feuerwehrgerätehaus.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.doerlesberg.de
Grünenwört
1994 feierte Grünenwört sein 750-jähriges Bestehen. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Siedlung im Jahr 1244. Der Wandel von der kleinbäuerlichen Gemeinde zur modernen Ortschaft mit guter Infrastruktur und hoher Wohn- und Lebensqualität wurde problemlos vollzogen. Die intakte, lebendige Dorfgemeinschaft zeigt sich auch im regen Vereinsleben. Am 1. Januar 1972 trat die Vereinbarung über die Eingliederung Grünenwörts in die Stadt Wertheim in Kraft. In 140 Haushalten lebten damals 459 Einwohner. Heute beheimatet Grünenwört nicht zuletzt durch die Ausweisung weiterer Neubaugebiete rund 620 Einwohner.
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Höhefeld
Am Rand einer Hochebene, etwa 150 Meter über dem Taubertal und abseits von Durchgangsverkehr, liegt Höhefeld. Mit seinen rund 460 Einwohnern zählt es zu den kleineren Teilgemeinden der Stadt Wertheim. Doch Höhefeld ist, wie sich anhand von Ausgrabungen belegen lässt, eine der ältesten Siedlungen in der tauberfränkischen Region. Der größte Teil der Bürger pendelt täglich zu den Industriestandorten in der näheren und weiteren Umgebung, um dort seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Im Jahre 1975 wurde die Ortschaft Höhefeld nicht ganz freiwillig im Zuge der Verwaltungsreform in die Stadt Wertheim eingemeindet. Wichtige Impulse für sein heutiges Aussehen erhielt der Ort in den Jahren 1984 bis 1990, in denen man in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen wurde. Derzeit wird der in die Jahre gekommene Gemeindesaal durch den Neubau eines Bürgerhauses ersetzt.
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www.dorf-hoehefeld.de
Kembach
Im äußersten Nordosten von Baden-Württemberg, am Zusammenfluss der Bäche Kembach und Welzbach, liegt die Ortschaft Kembach. Historische Funde deuten darauf hin, dass hier bereits in der Keltenzeit Siedlungen vorhanden waren. In Verbindung mit der Gründungsgeschichte des Kloster Holzkirchen wurde Kembach erstmalig im Jahr 775 als "Chentebach" erwähnt. Um 1850 begann man im Kembachtal mit dem Abbau des rotes Sandsteins, der den Kleinbauern eine zusätzliche Verdienstquelle bot. Nach 1950 gaben allerdings viele Betriebe aufgrund mangelnder Nachfrage auf. Heute beheimatet der Ort rund 400 Einwohner. Am 28. Oktober 1972 stimmte der Gemeinderat der Eingliederung in die Stadt Wertheim zum 1. Dezember 1972 einstimmig zu.
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www.kembach.com
Lindelbach
Seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1245 entwickelte sich Lindelbach ganz gemächlich. Heute ist er mit seinen rund 500 Einwohnern die drittkleinste Teilgemeinde der Großen Kreisstadt Wertheim. Offiziell wurde die Aufgabe der Selbstständigkeit zum 1. Januar 1972. In der Folgezeit vergrößerte sich die Ortschaft durch die Ausweisung von Baugebieten. Die Gebiete "Röte", "Kirschgarten", "Feldtor" und zuletzt "Bergpfad" schlossen sich gleichmäßig verteilt um den alten Ortskern, der trotzdem Mittelpunkt blieb. Bekannt und beliebt ist Lindelbach unter Kennern durch seine Weine. Einen positiven Aufschwung erhielt der Ort im Hinblick auf die Dorfverschönerung durch die Dorfentwicklung im Jahre 1993. Neben zahlreichen privaten wirkten sich auch die kommunalen Erneuerungsmaßnahmen positiv auf das Dorfbild aus. Nicht zuletzt die Kirchenrenovierung mit Außensanierung gelang hervorragend. Die Neugestaltung der Außenanlage in Verbindung mit dem neuen Dorfplatz bildete heute eine harmonische Gesamtansicht, die auch bei der Bevölkerung Anerkennung gefunden hat.
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Mondfeld
Mondfeld wurde als Mahenvelt im Jahre 1214 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Kurfürstentum Mainz und kam aufgrund der Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25. Februar 1803 an das Haus Löwenstein-Wertheim-Freudenberg und 1806 unter die Landesoberhoheit des Großherzogtums Baden. Beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" erreichte Mondfeld schon 1978 nach Beckstein einen herausragenden zweiten Platz. Die Einwohnerzahl belief sich 1965 auf 610 und stieg bis heute auf rund 900 an. Damit ist Mondfeld, gemessen an der Einwohnerzahl und seiner Gemarkungsfläche, die drittgrößte eingemeindete Ortschaft nach Reicholzheim und Nassig. Eine wesentliche Verbesserung der Freizeitmöglichkeiten erfuhr die Gemeinde 1978, als der Mondsee in städtisches Eigentum überging. Mit der Allee des Dammweges, der Aufteilung der Wasserfläche in einen Bade- und Fischereibereich und den großräumigen Grünflächen erfüllt der Mondsee heute eine wichtige Naherholungsfunktion. Das Ortsbild wurde in den letzten Jahren unter anderem durch die Renovierung des alten Rathauses verbessert.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.mondfeld-am-main.de
Nassig
Der Name Nassig deutet auf eine nasse Gemarkung hin. 1218 war der Ort schon wertheimisch, hatte aber einen eigenen Adel, die Herren von Nazza. 1298 schenkte die Witwe des Poppo von Düren ihre Nassiger Güter dem Kloster Bronnbach, und Graf Rudolf von Wertheim verkaufte dem gleichen Kloster weiteren Besitz in Nassig. Ende März 1945 wurde das Dorf durch Artilleriebeschuss zum größten Teil zerstört. Schule, Kirche und viele Wohn- und Wirtschaftsgebäude fielen zum Opfer. Nach dem Wiederaufbau hat sich Nassig zu einem schmucken Dorf mit einer intakten Infrastruktur entwickelt. Vier Ortsteile, nämlich Ödengesäß, Dorf, Steingasse und Tal bilden die Gemeinde. Die Einwohnerzahl ist durch die Ausweisung von Neubaugebieten von 1.100 im Jahr 1976 bis heute auf rund 1.400 angestiegen. Nassig zählt damit nahezu gleichauf mit Reicholzheim zu den größten Ortschaften der Großen Kreisstadt Wertheim. Die Eingemeindung trat am 1. Januar 1972 in Kraft. Seit damals wurde die Infrastruktur der Gemeinde kontinuierlich ausgebaut. Durch Grundschule, Kirche, Kindergarten, öffentliche Einrichtungen und Gewerbebetriebe sowie einer nicht unerheblichen Anzahl von Arbeitsplätzen bietet Nassig eine gute Lebensqualität. Den örtlichen Vereinen kommt als Kulturträger eine besondere Bedeutung zu.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.wertheim-nassig.de
Reicholzheim
"Alle bisher aufgetauchten Indizien, die auf das Alter des Ortes schließen lassen, deuten auf das 8. und 9. Jahrhundert hin", schreibt Dr. Paul Benz in seiner Chronik "Reicholzheim – ältestes Dorf im unteren Taubertal", über die Entstehung der Gemeinde. Im Laufe der Zeit wurde Reicholzheim mehrfach unter anderem Namen, von Richolfsheim über Richolvesheim bis Richoltsheim, in den Urkunden, erstmals 1178, als es sich im Besitz des Grafen von Wertheim befand, erwähnt. In Reicholzheim war bis in das 20. Jahrhundert die Landwirtschaft vorherrschend. Sie verlor im Zuge des Strukturwandels der Neuzeit jedoch immer mehr an Bedeutung. Waren es zunächst vor allem Gewerbebetriebe, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts für Arbeitsmöglichkeiten in Reicholzheim sorgten, schloss sich die Industrie mit der Schaffung einer erheblichen Zahl von Arbeitsplätzen an. Mit rund 400 Arbeitsplätzen, ansehnlichen Steuereinnahmen und etwa 1.600 Einwohnern glaubten die Reicholzheimer Anfang der 70-er Jahre bis zuletzt an die Möglichkeit zum Erhalt ihrer Selbstständigkeit gegen die Bestrebungen der Eingemeindung in die Stadt Wertheim. Deshalb wurde gleich bei mehreren Bürgeranhörungen das Ansinnen Wertheims mehrheitlich abgelehnt. Trotz des beschrittenen Klageweges wurde die Ortschaft 1975 an die Große Kreisstadt Wertheim angeschlossen. Aus den anfänglichen Vorbehalten erwuchs im Laufe der Jahre ein vernünftiges Miteinander. Reicholzheim, mit rund 1.400 Einwohnern neben Nassig die größte Wertheimer Ortschaft, verfügt über eine umfassende Infrastruktur und bietet eine gute Lebensqualität. Für eine intakte Dorfgemeinschaft sorgen die zahlreichen Reicholzheimer Vereine.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.reicholzheim.de
Sachsenhausen
Im Main-Tauber-Dreieck liegt auf den östlichen Ausläufern des Odenwaldes das Dorf Sachsenhausen. Derzeit leben dort rund 560 Einwohner. Erstmals wurde der Ort Sachsenhausen in einer Tauschurkunde zwischen dem Grafen Boppo zu Wertheim und dem Kloster Bronnbach im Jahre 1178 urkundlich erwähnt. Die Landwirtschaft, einst Haupterwerb, wird fast nur noch als Nebenerwerb betrieben. Am 30. Oktober 1972 stimmte der Gemeinderat der damals noch selbständigen Gemeinde der freiwilligen Eingemeindung in die Stadt Wertheim zum 1. Dezember 1972 zu. In den 60-er Jahren wurde bereits eine eigene Wasserversorgung und Ortskanalisation errichtet. Dem Wunsch der Bevölkerung nach einem Kindergarten trug man mit dem Umbau des alten Schulhauses Rechnung. Zur Bereicherung und Verschönerung des Dorfbildes tragen neben den seit Anfang der 90-er Jahren umgebauten alten Scheunen auch die zwei reaktivierten alten Dorfbrunnen bei. An öffentlichen Maßnahmen sind die Gestaltung des Dorfplatzes am Rathaus, die Ortsdurchfahrt und die Einmündung am Feldergraben zur Teilbachstraße im Programm.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.wertheim-sachsenhausen.de
Sonderriet
Sonderriet war eine der ersten Gemeinden, die am 1. Januar 1972 an Wertheim angeschlossen wurden. Ursprünglich als Ortskern und einem Gehöft bestehend, erstreckt sich Sonderriet heute entlang der Wildbachstraße, beidseitig mit noch vorwiegend landwirtschaftlichen Anwesen bebaut. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1226 in einem Vergleich zwischen dem Wertheimer Grafen Popp II. und dem Kloster Bronnbach. Bei seiner Eingemeindung war Sonderriet schon weit entwickelt und hatte eine gut ausgebaute Infrastruktur. Honoriert wurden diese Bemühungen Ende der 60-er und Anfang der 70-er Jahre bereits mit Auszeichnungen im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Nach der Eingemeindung blieb die Entwicklung von Sonderriet mit heute rund 530 Einwohnern aber nicht stehen. Das ehemalige Lagerhaus und die Dreschhalle wurden zu einer Mehrzweckhalle umgebaut. Der Abriss des alten Rathauses ermöglichte die Neugestaltung eines Grillplatzes und die Jugend richtete sich einen eigenen Raum ein.
Informationen zur Ortsverwaltung
www.wertheim-sonderriet.de
Urphar
Direkt an der Mainschleife bei Wertheim, gegenüber der sagenumwobenen Wettenburg mit Blick aufs "Himmelreich", liegt Urphar. Der historische Ortsteil drängte sich eng den Berg hinauf bis zur 1000-jährigen Wehrkirche. Durch die Erschließung von Neubaugebieten findet sich die "Jakobskirche" heute mitten im Dorf. Freskenmalerei, Chorgestühl und Altar mit einem lächelnden Jesus locken jährlich einige tausend Besucher an. Im Jahre 775 wurde der Ort "Urfare" erstmals urkundlich erwähnt. Die Namensgebung ist abgeleitet von einer Furt, die ehemals die Überquerung des Mains ermöglichte. Im Gewann "Kennwr" konnte durch Ausgrabungen eine keltische Siedlung nachgewiesen werden, die etwa 750 vor Christus bestanden haben muss. Der Fund eines Steinbeils im heutigen Ortskern weist darauf hin, dass bereits in der Steinzeit Menschen hier ansässig waren. Der Ort hat sich seit der Eingliederung 1972 gut entwickelt. Die Einwohnerzahl stieg von 580 auf heute rund 660. Sehr zum Vorteil gereichte dem idyllisch gelegenen Urphar die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm. In über 50 Maßnahmen wurden im Rahmen dieses Programms Verschönerungen durchgeführt, Wohnraum im Ortskern geschaffen und auch von kommunaler Seite Plätze geschaffen und Gemeinschaftseinrichtungen verbessert.
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Waldenhausen
Die Ortschaft Waldenhausen liegt südlich der Kernstadt im Taubertal. Die heute 420 Einwohner zählende Ortschaft wird im alten Ortskern durch ehemalige landwirtschaftliche Anwesen geprägt. 1178 wird der Ort erstmals urkundlich genannt. Er bildete ursprünglich eine Gemeinde mit dem Nachbarort Sachsenhausen. Nach wechselvoller Geschichte in den vergangenen Jahrhunderten blieb die Struktur des Ortes überwiegend landwirtschaftlich geprägt, wobei in den letzten Jahrzehnten eine Veränderung hin zur reinen Wohngemeinde stattgefunden hat. Der Eingliederung stimmte der Gemeinderat von Waldenhausen am 8. Dezember 1971 zu. Ein großer Wunsch ging mit der Einweihung eines eingruppigen Kindergartens 1992 in Erfüllung. Die Neubelebung des Altortes war in den letzten Jahren ein besonderer Aufgabenschwerpunkt, die ihren vorläufigen Höhepunkt mit der Neugestaltung des Dorfplatzes um das Rathaus fand.