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Schulentwicklung

Ein Schulentwicklungskonzept, das die Wertheimer Schullandschaft über Jahrzehnte prägen wird, will sorgfältig vorbereitet sein. Seit Mitte 2015 arbeiten Verwaltung und Gremien daran. In einer ersten Etappe soll die Otfried-Preußler-Schule als zentraler Grundschulstandort für die Stadtteile Wartberg und Reinhardshof ausgebaut werden. Die Edward-Uihlein-Schule und die Werkrealschule Urphar-Lindelbach erhalten fünf Jahre Bestandsgarantie. Für die Entscheidung über den neuen Standort der Gemeinschaftsschule hat man damit Zeit gewonnen.

Foto: Stadt Wertheim / Karin Himml

Ausgangspunkt für das Schulentwicklungskonzept ist die Notwendigkeit eines Neubaus der Gemeinschaftsschule Wertheim (Sekundarstufe 1). Gibt es Alternativen zu dieser Investition von rund 16 Mio Euro? Mit dieser Frage befasste sich intensiv die Schulentwicklungskommission. Sie bezog dabei mehrere Aspekte ein:

  • sinkende Schülerzahlen und Leerstände
  • neue schulpolitische Anforderungen (Inklusion)
  • Sanierungs- und Ausbaubedarf an weiteren Schulstandorten

Der Stand der Überlegungen wurde am 30. Mai 2016 im Gemeinderat vorgestellt. Noch im Rennen waren zwei Modelle mit Auswirkungen auf die Schulstandorte im Bereich Innenstadt, Wartberg, Reinhardshof und Urphar-Lindelbach.

Konsens in beiden Modellen ist zum einen der Erhalt einer Grundschule in der Kernstadt und zum anderen die Sanierung und Erweiterung der Otfried-Preußler-Schule als zentrale Grundschule auf der Höhe.

Der Hauptunterschied beider Modelle liegt im künftigen Standort der Gemeinschaftsschule: Sie soll entweder in das dann zu erweiternde Grundschulgebäude Reinhardshof einziehen oder einen Neubau nahe der Comenius Realschule in Bestenheid erhalten („Campus-Lösung“).
 
Nach Abstimmung der beiden Varianten mit Staatlichem Schulamt und Regierungspräsidium Stuttgart haben sich wichtige Eckpunkte des bisherigen Konzepts verändert: Die Werkrealschule Urphar-Lindelbach, die seit Jahren „schrumpft“ und von Schließung bedroht ist, erhält eine Bestandsgarantie über die Dauer von fünf Jahren. Auch die Edward-Uihlein-Schule, deren Schülerstärke von den nicht Auswirkungen der Inklusion abhängt, wird in den nächsten fünf Jahren nicht in Frage gestellt.

Daraus ergibt sich eine Fortschreibung des Schulentwicklungskonzepts, die dem Gemeinderat am 24. Oktober 2016 vorgelegt wurde. Sie ist in folgende Etappen gegliedert:


Otfried-Preußler-Schule; Foto: Stadt Wertheim / Karin Himml

Schritt 1: Sanierung und Erweiterung der Otfried-Preußler-Schule
Baubeginn soll im Sommer 2018 sein. Übergangsweise werden zunächst alle Grundschüler vom Wartberg und Reinhardshof im Grundschulgebäude Reinhardshof untergebracht. Bis Sommer 2020 soll das erweiterte Grundschulgebäude am Wartberg fertig sein, zum Schuljahresbeginn 2020/21 ziehen die Grundschulkinder an den Wartberg um. Rund 4,5 Mio. Euro kostet diese erste Etappe der Schulentwicklung.


Werkrealschule Urphar-Lindelbach; Foto: Stadt Wertheim / Karin Himml

Schritt 2: Weiterentwicklung der Werkrealschule
Bis Sommer 2021 hat die Werkrealschule Urphar-Lindelbach Bestandsschutz. Sie hat also fünf Jahre Zeit, ihre Schülerzahl zu stabilisieren. Das Regierungspräsidium empfiehlt außerdem eine Kooperation in den oberen Klassen mit der Comenius Realschule.


Edward-Uihlein-Schule; Foto: Stadt Wertheim / Karin Himml

Schritt 3: Weiterentwicklung der Edward-Uihlein-Schule
Auch die Förderschule bleibt auf jeden Fall bis Sommer 2021 bestehen. In diesen fünf Jahren will man zum einen beobachten, wie sich die Inklusion in Wertheim entwickelt und welche Auswirkungen sie auf die Schülerzahl hat. Zum anderen soll die Schule die Chance erhalten, sich mit weiteren Förderschwerpunkten (zum Beispiel Sprache, geistige Entwicklung oder emotionale und soziale Entwicklung) zu einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) zu entwickeln.


Gemeinschaftsschule; Foto: Stadt Wertheim / Karin Himml

Schritt 4: Verlagerung Gemeinschaftsschule
Beginnend ab Sommer 2021 wird, so der Vorschlag der Verwaltung, das Grundschulgebäude Reinhardshof so umgebaut und erweitert, dass es ab dem Schuljahr 2023/24 die Gemeinschaftsschule (Sekundarstufe 1) aufnehmen kann. Teile des Gemeinderats präferieren alternativ die „Campus-Lösung“, also einen Neubau der Gemeinschaftsschule am Schulzentrum Bestenheid.


Die Entscheidung über Schritt 4, den Standort der Gemeinschaftsschule, hat Zeit bis 2021. Bis dahin ist die Verwaltung beauftragt, dem Gemeinderat jährlich über die Entwicklung der Schulstandorte zu berichten.


Stand: 25. Oktober 2016


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